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Gesellschaften in Bewegung

Literatur und Sprache in Krisen- und Umbruchzeiten

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Ernest W.B. Hess-Lüttich, Carlotta von Maltzan and Kathleen Thorpe

Wie werden Aufstände, Rebellionen, Revolutionen, Systemwechsel, Krisen und Umbrüche in Gesellschaften in Literatur und Sprache reflektiert? Welchen Beitrag leisten Texte, Filme und andere Medien im sozialen Wandel? Wie wird Afrika in Europa und umgekehrt Europa in Afrika gesehen? Bedeutet die Globalisierung das Ende der Postkolonialität? Wie werden Identifizierungen zu Identitätskonstruktionen und wie werden sie diskursiv umgesetzt? Welche Rolle spielt Sprache für die Konstruktion von Identität in mehrsprachigen Kontexten? Welchen Stellenwert haben Übersetzungen? Wie verändern sich Sprachen und was sagen sie über die jeweiligen gesellschaftlichen Prozesse aus? Antworten auf solche Fragen geben Beiträge internationaler Experten interkultureller Germanistik.
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Gesellschaften in Bewegung Ein Kurzbericht zur GiG-Tagung 2013 in Johannesburg

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Ernest W. B. Hess-Lüttich

Gesellschaften in Bewegung

Ein Kurzbericht zur GiG-Tagung 2013 in Johannesburg

Da dieser Band nur einen Ausschnitt abbilden kann aus dem breiten Spektrum der Aspekte, die im Rahmen der GiG-Tagung 2013 in Johannesburg zum Thema Gesellschaften in Bewegung verhandelt wurden, sei hier in bewährter Tradition statt einer Einführung ein kurzer Überblick gegeben über die bei dieser Gelegenheit im gediegenen Wits Club der University of the Witwatersrand gehaltenen Vorträge.1

Die Tagung wurde eröffnet mit einem Plenarvortrag von Gunther Pakendorf (Kapstadt), der unter dem Titel "Vom Nutzen der Geschichte in Zeiten des Umbruchs" das Werk des Historikers Hermann Giliomee würdigte, über dessen 2003 in erster Auflage erschienenes Monumentalwerk The Afrikaners. Biography of a People im Zusammenhang mit der Neubewertung der südafrikanischen Geschichte und der Legitimationskrise der afrikaanssprachigen Weißen sogleich heftig debattiert wurde. Das Ende der Apartheid war noch lebhaft in Erinnerung. Insbesondere der afrikaanssprachige Teil, der seine Machtansprüche in den Dekaden zuvor noch mit großem ideologischem Aufwand zu rechtfertigen suchte, sie jedoch nur noch mit zunehmender Gewalt aufrechterhalten konnte, empfand den Verlust von Einfluss und Ansehen als existentiell bedrohend. Viele wanderten aus, eine Wahrheitskommission untersuchte die Verstöße gegen die Menschenrechte und die Rolle der reformierten Kirche in der Zeit der Apartheid, in afrikaanssprachigen Zeitungen wurden scharfe Auseinandersetzungen geführt über die Zukunft der afrikaansen Sprache, eine Debatte, die z. T. bis heute anhält.

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