Show Less
Restricted access

Probleme der neuen Ansatzrechte im Sinne des § 268 Abs. 8 HGB und der entsprechenden Ausschüttungssperren

Zugleich ein Vergleich zur Kalifornischen Ausschüttungsregelung

Series:

Leif Klinkert

Dieses Buch befasst sich mit ausgewählten Neuerungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes («BilMoG»). Es widmet sich vor allem den in der Literatur diskutierten bilanz- und gesellschaftsrechtlichen Problemen der neuen Ansatzrechte und der entsprechenden Ausschüttungssperren sowie deren Auswirkungen auf grundlegende bilanzrechtliche Prinzipien. Vergleichend prüft der Autor die kalifornische Rechtsentwicklung in diesem Gebiet. Vor den jüngsten, politisch motivierten Änderungen hatte Kalifornien als einer der wenigen US-Amerikanischen Staaten ein dem deutschen Rechnungslegungsrecht vergleichbares System und damit auch verwandte Umsetzungs- und Anwendungsprobleme. Auf Basis seiner komparativen Analysen erläutert der Autor, dass Ansatz- und Ausweiswahlrechte die Anwendung des Bilanzrechts und die Bilanzanalyse unnötig verkomplizieren und plädiert für ihre Abschaffung.
Show Summary Details
Restricted access

2. Das Rechnungslegungsrecht des HGB

Extract

← 18 | 19 →

2.  Das Rechnungslegungsrecht des HGB

Das Bilanzrecht kann nur dann richtig angewendet werden, wenn man dessen grundlegende Prinzipien kennt. Im Gegensatz zu internationalen Vorschriften ist das HGB in besonderem Maße von abstrakten und daher auslegungsbedürftigen Regelungen durchzogen. Bei der Untersuchung von bilanzrechtlichen Regelungen kommt es daher immer wieder auf bilanzrechtliche Auslegungsgrundsätze an. Daher wird im Folgenden das Grundsystem des Bilanzrechts als Teil dieser Einleitung kurz dargestellt. Im weiteren Gang der Untersuchung wird darauf Bezug genommen.

2.1  Das Rechnungswesen

Unternehmer betreiben großen Aufwand, um sich über die Abläufe in ihrem Betrieb in Kenntnis zu setzen. Ohne Informationen über die wirtschaftliche Lage und Entwicklung des Unternehmens lassen sich keine wirtschaftlich ausgereiften Entscheidungen treffen. Das Mittel zur Informationserlangung nennt man das interne Rechnungswesen. Dazu gehören die Kostenrechnung, die Statistik und die Vergleichsrechnung.16 Diese Rechnungswerke zeichnen die Güter- und Finanzbewegungen eines Unternehmens auf.17 Das interne Rechnungswesen ist nicht gesetzlich geregelt, weshalb es jeder Unternehmer auf seine Bedürfnisse anpassen kann.

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.