Show Less
Restricted access

Die offene Investmentkommanditgesellschaft

Investmentrecht, Gesellschaftsrecht und Anlegerschutz

Series:

Philipp Mohr

Die Einführung der offenen Investmentkommanditgesellschaft mit dem Kapitalanlagegesetzbuch im Jahr 2013 wirft eine Fülle an aktuellen Fragen sowohl in aufsichtsrechtlicher wie auch in gesellschaftsrechtlicher Hinsicht auf. Die Investmentkommanditgesellschaft stellt einen Investmentfonds im Gewand einer Personengesellschaft dar. Der Autor untersucht das Recht dieser Gesellschaftsform umfassend. Von besonderer Relevanz ist hierbei die Möglichkeit der Fremdverwaltung durch eine externe Kapitalverwaltungsgesellschaft. Der Autor analysiert, inwieweit ein hinreichender Anlegerschutz gewährleistet wird. Er stellt dar, dass der Anleger zwar besser geschützt ist als der Gesellschafter einer Kommanditgesellschaft, ein optimaler Anlegerschutz jedoch nicht erreicht wird.
Show Summary Details
Restricted access

III. Verwaltung durch die KVG

Extract



Bei einer InvKG besteht gegenüber der einfachen KG die investmentrechtliche Besonderheit, dass die Verwaltung des Investmentvermögens durch eine von der BaFin zugelassene KVG wahrgenommen werden muss. Als diese qualifiziert entweder die InvKG selbst oder eine andere Gesellschaft. Im ersten Fall ist die InvKG intern, im zweiten Fall extern verwaltet, vgl. § 17 Abs. 2 KAGB. Die Verwaltung des Investmentvermögens – als Umsetzung des Unternehmensgegenstands die wichtigste Aufgabe – wird nur dann von der InvKG und damit konkret von ihrer Geschäftsführung übernommen, wenn diese Aufgabe nicht i.S.d. § 129 Abs. 1 KAGB auf eine externe KVG übertragen wird. Mithin besteht im Falle der extern verwalteten InvKG grundsätzlich ein Dualismus der Verwaltungsorgane. Es wird jedoch aufzuzeigen sein, dass aufgrund der weitreichenden Übertragung von Befugnissen auf die KVG tatsächlich diese die meisten wichtigen Entscheidungen fällt.

Die Bestellung einer externen KVG durch die offene InvKG regelt § 129 KAGB. Da das Gesetz an die KVG als AIFM i.S.d. AIFM-RL besondere Anforderungen stellt, sind die Fragen, welche Form der Verwaltung vorliegt und wer als KVG zu qualifizieren ist, elementar.

1. Zulässigkeit der intern verwalteten InvKG

Vorab ist die Frage zu klären, ob es europarechtlich überhaupt zulässig ist, dass sich eine InvKG selbst verwaltet. Der deutsche Gesetzgeber geht hiervon offensichtlich aus, wie ein Umkehrschluss zu §§ 129 Abs. 1 S. 1; 154 Abs. 1 S. 1 KAGB unschwer ← 70 | 71 → erkennen lässt. Dies wird z.T. jedoch bestritten.385 Dem liegt folgende Erwägung...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.