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Lampenfieber und Angst bei ausübenden Musikern

Kritische Übersicht über die Forschung. Zweite, überarbeitete Auflage

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Ein Bühnenauftritt verlangt vom Musiker Konzentration und schöpferische Kraft statt Aufregung und Angst. Ist die optimale Konzerterfahrung eine Schimäre? Weder für Lampenfieber noch für Aufführungsangst existiert eine einheitliche Definition. Das Ergebnis ist ein Bündel von Symptombeschreibungen und Erklärungsversuchen, differierenden theoretischen Ansätzen und experimentellen Methoden. Dieser Literaturbericht umfaßt Erkenntnisse aus der Angstforschung, Sportpsychologie und klinischen Psychologie. Diese werden unter Einbeziehung der Besonderheiten des Musizierens betrachtet. Durch eine geordnete Übersicht wird Auskunft über den gegenwärtigen Wissensstand geboten. Die kritische Beurteilung der bisherigen Untersuchungen schließt Empfehlungen für die zukünftige Forschung ein.
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VII. Kritische Einschätzung der Methoden

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VII.   Kritische Einschätzung der Methoden

The value of science is in the reproducibility of results.181

Wie der vorige Teil zeigt, läßt sich die in der Einleitung dieser Arbeit aufgestellte Behauptung halten, nämlich, daß es nicht nur an einer Verifizierung der Forschungsergebnisse durch Wiederholung („reproducibility“) mangelt, sondern vor allem auch an einer Vergleichbarkeit der Untersuchungen. Richard Lederman schreibt dazu nicht ohne Ironie: „Wie weit Lampenfieber und Angst bei ausübenden Musikern verbreitet ist, hängt davon ab, wie die Frage gestellt wurde und von wem, wer die Frage beantwortet und in welchem Kontext“182. Diese Aussage ist durchaus zutreffend.

In der Tat müssen viele der experimentellen Resultate („results“) mit Skepsis betrachtet werden, denn unter die Lupe der Methodik und der statistischen Relevanz genommen, halten ganz wenige von ihnen der Überprüfung stand. Auch bei mehrfachem Einsatz einer bestimmten Therapie beispielsweise, sind Untersuchungen wegen ihrer unterschiedlichen Paradigmen nicht miteinander vergleichbar.

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