Show Less
Restricted access

Lampenfieber und Angst bei ausübenden Musikern

Kritische Übersicht über die Forschung. Zweite, überarbeitete Auflage

Series:

Ein Bühnenauftritt verlangt vom Musiker Konzentration und schöpferische Kraft statt Aufregung und Angst. Ist die optimale Konzerterfahrung eine Schimäre? Weder für Lampenfieber noch für Aufführungsangst existiert eine einheitliche Definition. Das Ergebnis ist ein Bündel von Symptombeschreibungen und Erklärungsversuchen, differierenden theoretischen Ansätzen und experimentellen Methoden. Dieser Literaturbericht umfaßt Erkenntnisse aus der Angstforschung, Sportpsychologie und klinischen Psychologie. Diese werden unter Einbeziehung der Besonderheiten des Musizierens betrachtet. Durch eine geordnete Übersicht wird Auskunft über den gegenwärtigen Wissensstand geboten. Die kritische Beurteilung der bisherigen Untersuchungen schließt Empfehlungen für die zukünftige Forschung ein.
Show Summary Details
Restricted access

Dank, Widmung und Hinweise zur zweiten Auflage

Extract



Es wäre schön, wenn ich mich bei meinen früheren Klavierlehrern für ihre Unterstützung und einfallsreiche Annäherung an das Phänomen Lampenfieber bedanken könnte. Leider wurde dieses Thema aber tabuisiert, sowohl im instrumentalen Privatunterricht als auch in der Klavierklasse am Konservatorium. Von Anfang an wurden von uns als Musikschüler und später als Studenten erwartet, daß wir auf wundersame Weise die Erwartungen der Lehrer und Eltern bei den Vorspielen erfüllen würden. Etwaige Störungen beim Vortrag – sichtbare oder hörbare Anzeichen der Aufregung – blieben unkommentiert oder wurden allenfalls getadelt. Es gab keinen Anstoß zum Ausloten möglicher Ursachen und keine praktischen Hinweise beim Üben. „Sink or swim“ waren die Alternativen: entweder gehört man zu den Glücklichen, die Lampenfieber nicht zu plagen scheint, oder eben nicht. Viele Künstler machen ihre Entscheidung genau daran fest, ob sie die Laufbahn des professionellen Musikers einschlagen oder resignieren.

Daher soll es den Leser nicht verwundern, wenn mein besonderer Dank in Zusammenhang mit dieser Arbeit zwei Menschen gilt, die zwar mit der Musik aufs innigste verbunden sind, dennoch aber keine Berufsmusiker sind: Helga de la Motte-Haber und Detlef Levin.

Prof. Dr. de la Motte-Haber hat in mir das nunmehr gemeinsame Interesse am Phänomen Aufführungsangst geweckt und mich ermutigt, dieses unter die wissenschaftliche Lupe zu nehmen. Ihre Begeisterung für das Thema und ihre Hilfe bei der Konzeption dieser Arbeit waren ausschlaggebend dafür, daß diese überhaupt...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.