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Lampenfieber und Angst bei ausübenden Musikern

Kritische Übersicht über die Forschung. Zweite, überarbeitete Auflage

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Ein Bühnenauftritt verlangt vom Musiker Konzentration und schöpferische Kraft statt Aufregung und Angst. Ist die optimale Konzerterfahrung eine Schimäre? Weder für Lampenfieber noch für Aufführungsangst existiert eine einheitliche Definition. Das Ergebnis ist ein Bündel von Symptombeschreibungen und Erklärungsversuchen, differierenden theoretischen Ansätzen und experimentellen Methoden. Dieser Literaturbericht umfaßt Erkenntnisse aus der Angstforschung, Sportpsychologie und klinischen Psychologie. Diese werden unter Einbeziehung der Besonderheiten des Musizierens betrachtet. Durch eine geordnete Übersicht wird Auskunft über den gegenwärtigen Wissensstand geboten. Die kritische Beurteilung der bisherigen Untersuchungen schließt Empfehlungen für die zukünftige Forschung ein.
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Vorwort der Autorin

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2002 schloss ich meine Recherchen zum Thema Lampenfieber und Angst zunächst einmal ab und erstellte diese Übersicht der Literatur. Aber gleich danach gesellte sich zum Gefühl der Freude über die Fertigstellung der Arbeit alsbald auch ein Unbehagen. Denn einige Musiker und Musikpädagogen waren enttäuscht, daß ich kein Allheilmittel gegen Lampenfieber gefunden hatte. Im Gegensatz dazu fand das Buch große Resonanz bei Fachleuten und Laien, die sich die Zeit nahmen, die Arbeit zu lesen. Für sie ist vor allem die schonungslose Auseinandersetzung mit den vielfältigen Facetten der Aufführungsangst, die Verbindung interdisziplinärer Theorieansätze und die konkrete Kritik an der bisherigen Forschung von Wert. Diese Veröffentlichung ist also für solche gedacht, die sich auf eine Entdeckungsreise des Phänomens Lampenfieber und Aufführungsangst begeben wollen.

Aktuelle empirische Studien über die Auswirkung des Aufmerksamkeitsfokus auf Spitzenleistungen und über psychophysiologische Anzeichen von Stress haben Ergebnisse erzielt, welche die hier beschriebenen Theorien bestätigen. Musiker entscheiden selbst, ob sie Erregung als Bedrohung oder Chance wahrnehmen. Wer sich gut vorbereitet, Erregung positiv deutet und sich auf die Effekte seines Handelns statt auf mögliche Fehler konzentriert, kann Angsthemmung und Stressimpfung betreiben und aus der zusätzlichen Energie während eines Auftritts optimale Leistungen schöpfen.

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