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Schreibberatung und Schreibförderung: Impulse aus Theorie, Empirie und Praxis

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Edited By Sandra Ballweg

Schreibberatung und Schreibförderung an Schulen und Hochschulen werden mit unterschiedlichen Ausrichtungen und in verschiedenen Formaten betrieben. Die Beiträge in diesem Band beleuchten theoretische Grundlagen, stellen Ergebnisse empirischer Forschung vor und geben Impulse für die praktische Ausgestaltung von Schreibförderangeboten. Dabei nehmen die Autorinnen und Autoren verschiedene Fachperspektiven ein – von Deutsch- und Schreibdidaktik über Linguistik und Fremdsprachendidaktik bis hin zu Psychologie und Pädagogik – und spannen den Bogen von den Merkmalen wissenschaftlicher Texte mit ihren kulturspezifischen Besonderheiten über das Schreiben in den Fächern und den Umgang mit Mehrsprachigkeit bis hin zur konzeptionellen und organisatorischen Gestaltung von Schreibzentren.

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Jantje Witt (Bielefeld) - Gemeinsam Schreiben – das Schreibwohnzimmer: Eine empirische Studie

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Jantje Witt (Bielefeld)

Gemeinsam Schreiben – das Schreibwohnzimmer: Eine empirische Studie

Abstract Within the study „Dem Schreiben Raum geben“ (Witt 2011) three participants were interviewed about their experiences in the “Bielefelder Schreibwohnzimmer” which allows students a place to concentrate solely on their theses. This chapter presents the results raised by the question: What influence has the collective on the regulatory processes in text-producing work? In addition to a theoretical basis of processes for motivation, the chapter provides insight into objectives and working methods of peer tutoring in writing in Germany using the example of the concept of skript.um in Bielefeld.

1. Einleitung: Raum zum Schreiben

„Die lange Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten“ findet seit einigen Jahren an zunehmend mehr Universitäten in ganz Deutschland statt. Hochschulen, an denen Schreibzentren angesiedelt sind, bieten den Schreibenden dort die Möglichkeit, innerhalb eines festen Zeitraumes intensiv am eigenen Schreibprojekt voranzukommen. Die gemeinsame „Nachtschicht“ zeigt den Anwesenden, dass sie zum Schreiben nicht alleine an ihrem Schreibtisch sitzen und sich dort mit ihrer Hausarbeit quälen müssen. Stattdessen lassen sie sich hier von der Konzentration der anderen „anspornen“ (vgl. Widmann 2013: 1). An diesen Gedanken knüpft auch das Konzept des Schreibwohnzimmers an.

Die Peer-Schreibberatung skript.um an der Universität Bielefeld besteht seit dem Jahr 2008. In der offenen Sprechstunde oder in Schreibgruppen erläutern ausgebildete Peer-Schreibtutorinnen und Schreibtutoren den Ratsuchenden Hintergründe zum Schreibprozess. Auf Anfrage geben sie auch Textfeedback – ohne den...

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