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Karl Otmar von Aretin

Historiker und Zeitgenosse

Christof Dipper and Jens Ivo Engels

Im Rahmen einer eintägigen Konferenz an der TU Darmstadt, deren Beiträge in diesem Band wiedergegeben sind, hat das Institut für Geschichte das Lebenswerk seines Gründers Karl Otmar Freiherr von Aretin in seinem ganzen Umfang ausgelotet. Der im März 2014 verstorbene Historiker war zweifellos das prominenteste Mitglied des Instituts. Die Zahl seiner nationalen und internationalen Ehrungen, seine Doppelrolle als Professor in Darmstadt und Direktor der Universalgeschichtlichen Abteilung des Instituts für Europäische Geschichte Mainz, seine Funktionen namentlich innerhalb der Organisationen der Geschichtswissenschaft und nicht zuletzt seine enorme Publikationsliste zeigen das eindrücklich.
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Lutz Raphael - Das Institut für Geschichte der TU Darmstadt 1964–2014. Ein wissenschaftsgeschichtlicher Rückblick auf den Spuren Karl Otmar Freiherr von Aretins

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Lutz Raphael

Das Institut für Geschichte der TU Darmstadt 1964–2014. Ein wissenschaftsgeschichtlicher Rückblick auf den Spuren Karl Otmar Freiherr von Aretins

Eine wissenschaftshistorische Würdigung Karl Otmar Freiherr von Aretins kommt nicht aus ohne einen Blick auf seine vielfältigen wissenschafts- und geschichtspolitischen Initiativen.1 Neben dem Institut für Europäische Geschichte in Mainz darf dabei das Darmstädter Institut für Geschichte nicht vergessen werden, dessen Gründung und Entwicklung der Münchener Historiker maßgeblich gestaltet hat. Mit dem Darmstädter Institut, seinem Personal, seinem Forschungs- und Lehrbetrieb werden auch die vielfältigen Verbindungen sichtbar, die von Aretin geknüpft und in denen er seine eigene Arbeit als Hochschullehrer, Historiker und Wissenschaftsorganisator vollzogen hat. Zeittypische politische, intellektuelle Prägungen, aber auch personelle Konstellationen werden so erkennbar. Diese Zusammenhänge sichtbar zu machen, ist das Ziel des folgenden Beitrags. Er ist ein Versuch, die Einzelbiographie von Aretins in größere institutionelle und generationelle Zusammenhänge zu stellen. Für einen solchen Brückenschlag von der biographischen zu einer institutionellen Perspektive stehen in der Wissenschafts- und Historiographiegeschichte unterschiedliche Methoden bereit. Alle haben ihre Vorteile und Nebenwirkungen. Deshalb werden im Folgenden ganz pragmatisch vier unterschiedliche methodische Zugriffe genutzt, ← 173 | 174 → um ein Profil des Darmstädter Instituts für Geschichte herauszuarbeiten und damit eine weitere Facette von Aretins Wirken zu beleuchten.2

Die ereignisgeschichtliche Perspektive

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