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Kulturelle Evolution und die Rolle von Memen

Ein Mehrebenenmodell

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Karim Baraghith

Das Buch untersucht die Mechanismen der kulturellen Evolution, insbesondere die Rolle von Memen – kulturelle Muster also, die von Generation zu Generation weitergereicht werden. Gesellschaften durchlaufen einen evolutionären Prozess, Prinzipien wie Variation, Selektion und Reproduktion können als abstrakte Eigenschaften dynamischer Systeme verstanden werden. Sie finden sowohl Anwendung bei der Entwicklung von Organismen als auch bei kulturell erworbenen Verhaltensweisen. Dies ist der Erklärungsansatz einer interdisziplinären verallgemeinerten Evolutionstheorie. Was aber evolviert genau innerhalb der kulturellen Evolution? Der Autor versucht Einheiten der kulturellen Entwicklung (Meme) möglichst exakt zu definieren, um spezifische kulturelle Phänomene zu erklären.
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4. Das Mehrebenenmodell (MM) der verallgemeinerten Evolutionstheorie

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4.  Das Mehrebenenmodell (MM) der verallgemeinerten Evolutionstheorie

Der Inhalt dieses letzten Kapitel wird in einer explanatorischen Zusammenführung des bisher Dargestellten bestehen, mit dem Ziel, ein theoretisches Modell zu erstellen, auf dessen Grundlage weitere Forschung möglich sein könnte. Es handelt sich um eine metatheoretische Überlegung (eine Theorie über verschiedene Theorien) und beendet so die bisher sehr interdisziplinär gehaltene Arbeit, welche mit einer philosophischen Unterscheidung zwischen Natur und Kultur begann, mit einem abstrakten Modell, einer Metatheorie, wodurch wieder eine Anknüpfung an die Philosophie erfolgt.

Verschiedene Entwicklungsprozesse, welche funktional alle mit dem Prädikat „evolutionär“ ausgestattet werden können, bilden die Grundlage des Gedankens dieser „verallgemeinerten Evolutionstheorie“ (Schurz 2011). Wie können nun die unterschiedlichen parallel und reziprok ablaufenden evolutionären Prozesse in ein allgemeines Schema gebracht werden?

Ausgehend von genereller nichtreduzierbarer Komplexität eines evolutionären Systems auf ein anderes (s. o.), soll im Folgenden das nebenstehende.

Abb. 4: Das Mehrebenenmodell (MM) der verallgemeinerten Evolutionstheorie.

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