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Unternehmensbewertung bei Insolvenzrisiko

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Tobias Friedrich

Die Berücksichtigung von Insolvenzrisiken in der Unternehmensbewertung stellt eine praxisrelevante und zugleich theoretisch ungeklärte Problemstellung dar: Es herrscht Unsicherheit darüber, welcher Bewertungskalkül heranzuziehen ist. Der Autor stößt mit seinem Buch in diese Lücke, indem er die bestehenden Lösungsansätze systematisiert und kritisch diskutiert. Basierend auf diesen Erkenntnissen entwickelt er ein Discounted Cashflow-basiertes Bewertungsmodell unter Berücksichtigung von Insolvenzrisiken und -kosten. Der Brückenschlag zwischen theoretischer Fundierung und praktischer Anwendbarkeit gelingt dadurch, dass die stochastische Struktur der Cashflows anhand von Polynomialmodellen expliziert wird.
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4. DCF-Verfahren bei positivem Betafaktor des Fremdkapitals

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4.   DCF-Verfahren bei positivem Betafaktor des Fremdkapitals

4.1   Ableitung der Bewertungsgleichungen

4.1.1   Allgemeingültige Bewertungsgleichungen

Da in Kapitel 3 die Zeit- und Unsicherheitseffekte im Fokus standen, wurde vereinfachend von Finanzierungs- und Steuereffekten abstrahiert. Letztere gilt es bei einer Unternehmensbewertung aber zu berücksichtigen. Im Folgenden wird gezeigt, wie sich der Unternehmenswert über das Adjusted Present Value-Verfahren (APV-Verfahren), Free Cashflow-Verfahren (FCF-Verfahren), Total Cashflow-Verfahren (TCF-Verfahren) und Flow to Equity-Verfahren (FTE-Verfahren) bestimmen lässt. Die Unterschiede dieser DCF-Verfahren liegen in der Definition des zu diskontierenden Cashflow und des Diskontierungszinssatzes sowie in der Erfassung der Steuervorteile.323 Es soll insofern von ausfallgefährdetem Fremdkapital ausgegangen werden, als dass der Betafaktor des Fremdkapitals βFK einen positiven Wert besitzt. Der Wert des Gesamtkapitals eines verschuldeten Unternehmens lässt sich über (mindestens) zwei Betrachtungsweisen ermitteln:324 zum einen über die Gleichung

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