Show Less
Restricted access

Unternehmensbewertung bei Insolvenzrisiko

Series:

Tobias Friedrich

Die Berücksichtigung von Insolvenzrisiken in der Unternehmensbewertung stellt eine praxisrelevante und zugleich theoretisch ungeklärte Problemstellung dar: Es herrscht Unsicherheit darüber, welcher Bewertungskalkül heranzuziehen ist. Der Autor stößt mit seinem Buch in diese Lücke, indem er die bestehenden Lösungsansätze systematisiert und kritisch diskutiert. Basierend auf diesen Erkenntnissen entwickelt er ein Discounted Cashflow-basiertes Bewertungsmodell unter Berücksichtigung von Insolvenzrisiken und -kosten. Der Brückenschlag zwischen theoretischer Fundierung und praktischer Anwendbarkeit gelingt dadurch, dass die stochastische Struktur der Cashflows anhand von Polynomialmodellen expliziert wird.
Show Summary Details
Restricted access

7. Entwicklung eines binomialprozessbasierten Bewertungsmodells

Extract

← 180 | 181 →

7.   Entwicklung eines binomialprozessbasierten Bewertungsmodells

7.1   Annahmen des Modells

7.1.1   Binomialprozess

Im Folgenden soll anhand eines Binomialmodells gezeigt werden, wie sich ein insolvenzgefährdetes Unternehmen unter Rückgriff auf einen Kapitalwertkalkül bewerten lässt.865 Diese Modellierung kann man auf drei Überlegungen zurückführen: Zum einen eignen sich Binomialmodelle dazu, das unsichere Fortbestehen des Unternehmens sowie die zustandsabhängigen Insolvenzkosten explizit zu erfassen. Zum anderen kann das problembehaftete periodische Unlevering und Relevering der Eigenkapitalkosten entfallen;866 stattdessen ist das Konzept risikoneutraler Wahrscheinlichkeiten nutzbar. Drittens können die vertraglichen Fremdkapitalzinssätze zeit- und zustandsabhängig formuliert und somit Insolvenzrisiken berücksichtigt werden.

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.