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Kolonialismus und Dekolonisation in nationalen Geschichtskulturen und Erinnerungspolitiken in Europa

Module für den Geschichtsunterricht

Uta Fenske, Daniel Groth, Klaus-Michael Guse and Bärbel P. Kuhn

Dieser Band bietet Lernenden und Lehrenden einen neuen Zugang zu der Frage, welche Rolle Kolonialismus und Dekolonisation in einer geteilten europäischen Vergangenheit spielen, und stellt Materialien für den Geschichtsunterricht bereit. Die Beiträge sind das Ergebnis des EU-Projektes CoDec, in dem Partner aus Belgien, Deutschland, Estland, Großbritannien, Österreich, Polen und der Schweiz zusammengearbeitet haben. Die einzelnen Module beschäftigen sich mit kolonialen Vergangenheiten, Prozessen von Dekolonisation und Erinnerungspolitiken in verschiedenen Ländern in vergleichender und transnationaler Perspektive. Sie bieten anregende Quellen und konkrete Vorschläge für einen zeitgemäßen Geschichtsunterricht an Europas Schulen.
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Deutsche Kolonialpolitik in Großpolen im 19. und 20. Jahrhundert

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Einführung in das Modul

Polen war im 18. Jahrhundert zwischen den Mächten Russland, Österreich und Preußen aufgeteilt worden. Ein Grund dafür war für die absolutistischen Nachbarstaaten neben territorialen Interessen auch die republikanische Staatsform, die Polen seit der Verfassung von 1791 prägte. Die Polen fanden sich mit der Fremdherrschaft nie ab. Es gab zahlreiche Versuche, sie zu überwinden.

Mit der deutschen Reichgründung 1871 und der Schaffung eines Nationalstaates änderte sich die Situation im von Preußen annektierten Teilgebiet. Die Polen sollten nun als deutsche Staatsbürger assimiliert werden, d. h. die deutsche Sprache und Kultur – damit auch die protestantische Religion – annehmen.

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