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Kolonialismus und Dekolonisation in nationalen Geschichtskulturen und Erinnerungspolitiken in Europa

Module für den Geschichtsunterricht

Edited By Uta Fenske, Daniel Groth, Klaus-Michael Guse and Bärbel P. Kuhn

Dieser Band bietet Lernenden und Lehrenden einen neuen Zugang zu der Frage, welche Rolle Kolonialismus und Dekolonisation in einer geteilten europäischen Vergangenheit spielen, und stellt Materialien für den Geschichtsunterricht bereit. Die Beiträge sind das Ergebnis des EU-Projektes CoDec, in dem Partner aus Belgien, Deutschland, Estland, Großbritannien, Österreich, Polen und der Schweiz zusammengearbeitet haben. Die einzelnen Module beschäftigen sich mit kolonialen Vergangenheiten, Prozessen von Dekolonisation und Erinnerungspolitiken in verschiedenen Ländern in vergleichender und transnationaler Perspektive. Sie bieten anregende Quellen und konkrete Vorschläge für einen zeitgemäßen Geschichtsunterricht an Europas Schulen.
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Einleitung

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Entstehungskontext und Anliegen des Buches

Der vorliegende Band ist das Ergebnis des von der EU im Rahmen des Lifelong Learning Programms von 2013 bis 2015 geförderten Projektes „Kolonialismus und Dekolonisation in nationalen Geschichtskulturen und Erinnerungspolitik in europäischer Perspektive“. Ziel des Projektes war es, in vergleichender Perspektive und gemeinsam mit europäischen Kooperationspartnerinnen und -partnern aus Belgien, Deutschland, Estland, Österreich, Polen, Schottland und der Schweiz neue Zugänge der schulischen Vermittlung zu diesem Themenkomplex zu entwickeln. Dafür arbeiteten Historikerinnen und Historiker, Geschichtsdidaktikerinnen und Geschichtsdidaktiker und Unterrichtende eng zusammen. Das Projekt konzentrierte sich auf den europäischen Kolonialismus seit dem späten 18. Jahrhundert, auch wenn die europäische koloniale Vergangenheit der Neuzeit ins 15. Jahrhundert zurückreicht. Obwohl die kolonialen Erfahrungen in den beteiligten Ländern unterschiedliche Verlaufsformen und Folgen hatten und haben, sind sie zugleich auch ein verbindendes Moment europäischer Geschichte. Kolonialismus als thematischer Rahmen des Projektes stand in dem Spannungsfeld der Wahrnehmung von Kolonialismus und Dekolonisation als gemeinsamer europäischer Vergangenheit einerseits und des unterschiedlichen Umgangs der einzelnen europäischen Staaten mit dieser Vergangenheit auf der anderen Seite. Die Idee des gemeinsamen Projektes war es deshalb zu diskutieren, inwieweit die nationalen Geschichtskulturen im Kontext von Kolonialismus und Dekolonisation in einem kollektiven europäischen Rahmen verortet werden könnten. Oder anders gewendet, ob Europa trotz der vielfältigen trennenden historischen Entwicklungen und Erinnerungen eine Erinnerungsgemeinschaft im Hinblick auf die koloniale Vergangenheit ist oder sein könnte. Verbindend ist die Kolonialgeschichte durch das...

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