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Arbeit auf Abruf im Leiharbeitsverhältnis

Arbeitsvertragliche Gestaltungsmöglichkeiten

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Vera Luickhardt

Personaldienstleister müssen im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung (Zeitarbeit/Leiharbeit) den Schutz des Leiharbeitnehmers, aber auch die Flexibilisierungsbedürfnisse des Arbeitsmarktes im Blick haben. Die Autorin untersucht, ob Leiharbeit durch die Kombination mit Arbeit auf Abruf angemessen flexibilisiert werden kann. Sie analysiert die hiermit verbundenen Rechtsfragen und arbeitet sie praxisgerecht auf. Schwerpunkte der Untersuchung sind dabei die Fragestellungen zu Arbeitszeit und Vergütung, Teilzeit und Vollzeit, vorformulierten Arbeitsverträgen und den Tarifverträgen der Zeitarbeitsbranche. Den Schluss bilden arbeitsvertragliche Musterklauseln, die Anregungen für die Umsetzung der gewonnenen Erkenntnisse in der Praxis geben.
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§ 1. Einleitung

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§ 1.   Einleitung

Der Markt für Zeitarbeitsunternehmen1 ist in den letzten Jahren stark gewachsen. In der Zeit von Dezember 2006 bis Dezember 2012 stieg die Zahl der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen2, die in Deutschland durch Zeitarbeitsunternehmen an deren Kunden überlassen werden, von gut 600.000 auf 822.654 sowie die Zahl der Betriebe der Zeitarbeitsunternehmen von knapp 13.000 auf ca. 18.000.3 Die Arbeitnehmerüberlassung wurde vielfach als „Jobmotor“ und „Sprungbrett“ in die Beschäftigung bezeichnet.4 Im zweiten Halbjahr 2012 waren z. B. 63 % der von Zeitarbeitsunternehmen neu eingestellten Arbeitnehmer unmittelbar zuvor nicht beschäftigt.5 Ende 2007 entfiel jeder vierte neue Arbeitsplatz auf die Zeitarbeit.6 Die Unternehmen suchen hierbei längst nicht mehr nur Arbeitnehmer für einfache industrielle Tätigkeiten, z. B. im sog. Helfergeschäft. Auch die Nachfrage nach höher qualifizierten Tätigkeiten ist aufgrund des anhaltenden Fachkräftemangels gestiegen.7 So hat sich z. B. in der Zeit von Dezember 2011 bis Dezember 2012 die Anzahl der überlassenen Arbeitnehmer von 871.656 auf 822.654 verringert. Demgegenüber hat sich die Anzahl der ← 1 | 2 → im Bereich Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung überlassenen Arbeitnehmer um ca. 24,6 % von 40.754 auf 50.775 erhöht.8

Die Wandlung des Anforderungsprofils und der starke Wettbewerb in der Branche, tragen dazu bei, dass Zeitarbeitsunternehmen regelmäßig versuchen, die Tätigkeit ihrer Arbeitnehmer möglichst flexibel und damit Kosten sparend auszugestalten.9 Da die Befristung von Arbeitsverhältnissen nur in den Grenzen von § 14 TzBfG10 möglich ist und...

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