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Deutsche und kroatische Idiome kontrastiv

Eine Analyse von Ausdruck und Funktion

Anita Pavic Pintaric

Gegenstand dieser Monographie ist die kontrastive Untersuchung der deutschen und kroatischen Idiome auf Grund ihrer Merkmale der Expressivität, Emotionalität, der Modifizierbarkeit und Übersetzbarkeit, sowie ihrer Funktionen. Ziel ist es, Idiome im Deutschen und Kroatischen aus mehreren Blickwinkeln in Bezug auf die innere Beteiligung der Autoren in unterschiedlichen Texten zu untersuchen und zu vergleichen. Die Materialbasis bilden journalistische und literarische Texte als Quellen verschiedener Fallstudien.
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3. Idiomatizität und Motivation

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3.  Idiomatizität und Motivation

In idioms, nothing is what it seems to be: words are not words, they do not have the familiar meaning one knows from dictionaries, while, perhaps, the worst anomaly of theirs is to be found in their specific and unpredictable function, especially a pragmatic one. (Čermak, 2010: 179)

In diesem Kapitel wird Idiomatizität als eine unterscheidende Eigenschaft bei der Bestimmung von Idiomen dargestellt. Unter Idiomatizität wird das Merkmal verstanden, dass die Gesamtbedeutung eines Phrasems nicht aus den Einzelbedeutungen seiner Konstituenten hervorgeht, sondern dass das Phrasem über eine nicht oder nur zum Teil erschließbare Gesamtbedeutung verfügt. Darin besteht die Diskrepanz zwischen der phraseologischen Bedeutung und der wörtlichen Bedeutung des ganzen Ausdrucks. „Je stärker die Diskrepanz zwischen diesen beiden Bedeutungsebenen ist, umso stärker idiomatisch ist der Phraseologismus“ (Burger 2010: 30). Burger (ibid.) unterscheidet folglich zwischen idiomatischen, teil-idiomatischen und nicht-idiomatischen Ausdrücken. Der Ausdruck Öl ins Feuer gießen wird als idiomatisch bezeichnet, da keine Beziehung zwischen der freien und der phraseologischen Bedeutung besteht. Auf der anderen Seite, im Ausdruck einen Streit von Zaun brechen, behält die Konstituente einen Streit ihre Bedeutung und macht damit diesen Ausdruck zu einem teil-idiomatischen. Im Ausdruck sich die Zähne putzen besteht kein semantischer Unterschied zwischen phraseologischer und wörtlicher Bedeutung; daher ist der Ausdruck nicht-idiomatisch.

Fleischer (1982: 35) führt folgende Sätze als Beispiele für Idiomatizität an:

a)...

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