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Der Übergang zur Elternschaft mit oder ohne Trauschein

Elterliche Lebensform und partnerschaftliche Arbeitsteilung zwischen Geschlechterkultur, Geschlechterstruktur und geschlechtsbezogenem Handeln

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Karin Holzer

Die Autorin untersucht den Traditionalisierungseffekt bei verheirateten und unverheirateten Paaren. Anders als in der bisherigen wissenschaftlichen Forschung sieht sie die Gründe für diesen in der Institution Familie. Erkenntnisse der Familiensoziologie und der Frauen- und Geschlechterforschung miteinander vereinend, formuliert sie die Entwicklung eines integrativen Forschungsansatzes als Forschungsziel und setzt dieses methodisch mithilfe einer subjekt- und paarorientierten Übergangsforschung um.
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3. Familiensoziologie: Die makroanalytische Erforschung von Familie und Übergang zur Elternschaft

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Die Familiengründung als Statusübergang im Lebensverlauf von Frauen und Männern in einen historisch-gesellschaftlichen Kontext einzubetten, liegt dabei die Einsicht zu Grunde, dass es „keine naturhaft gegebenen, allgemein gültigen Abläufe und Bedingungen des Übergangs zur Elternschaft gibt“ (Gloger-Tippelt, 1988, S. 23). Der Prozess Elternwerden ist demnach kein „natürliches Ereignis“ (Gildemeister & Robert, 2008, S. 210), sondern in gesellschaftliche Rahmenbedingungen eingebettet und weist nach dem historisch-gesellschaftlichem Kontext erhebliche Variationen auf. Im Folgenden erfolgt daher eine Darstellung der historischen, strukturellen und kulturellen Rahmenbedingungen von Familie und Übergang zur Elternschaft.

Die Darstellung bezieht sich dabei zuerst auf die familiensoziologische Analyse von Familie und Familiengründung (Kapitel 3) vor dem Hintergrund der makrostrukturellen Aufgaben und Funktionen der Familie (Abschnitt 3.1) sowie der sozialen Wandlungsprozesse hinsichtlich der Familienstrukturen (Abschnitt 3.2). Letztere wird dabei anhand der in Abschnitt 3.3 dargestellten „Pluralisierung und Individualisierung [elterlicher] Lebensformen“ (Peuckert, 2007, S. 40) als makrostrukturelle Rahmenbedingung von Familie und Familiengründung verdeutlicht und anhand des Vergleichs von verheirateten und unverheirateten Paaren mit Kindern, spezifiziert. Auf der Grundlage der Darstellung der Diskussion des Beitrags und der Grenzen zur Erklärung sozialer Wandlungsprozesse, erfolgt eine Perspektivenerweiterung auf die makroanalytische Ebene des Geschlechterverhältnisses und dessen Widersprüchlichkeiten als entscheidende Rahmenbedingungen von Familie und Elternschaft (Kapitel 4).

Ausgehend von Pfau-Effingers (2000) theoretischem Ansatz, wird das gesellschaftliche Geschlechterverhältnisses sowie dessen Widersprüchlichkeiten als weitere wichtige Kontextbedingung in die makrostrukturelle Analyse des Übergangs zur Elternschaft mit einbezogen (Abschnitt 4.1). Im Institutionenansatz von Kr...

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