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Albrecht Fabri – Frühe Schriften

Essays und Rezensionen aus der Zeit des Dritten Reichs

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Jürgen Egyptien

Albrecht Fabri (1911–1998) zählt zu den brillantesten Essayisten der Nachkriegszeit. Mit seinem radikalen Ästhetizismus provozierte er alle, die in Kunst oder Literatur ein Medium zur Unterhaltung oder zum gesellschaftlichen Engagement erblickten. Fast unbekannt sind bis heute seine frühen Essays und Rezensionen, die zwischen 1933 und 1940 im Dritten Reich erschienen. Sie zeigen neue Facetten seines Schreibens und lassen auf spannende Weise verfolgen, wie sich Fabris individueller Stil und wesentliche Motive seines ästhetischen Denkens herausbildeten. Eine Personalbibliographie sowie eine umfassende Einführung in Leben und Werk des Essayisten umrahmen die Textedition.
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Einführung in das Frühwerk von Albrecht Fabri

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I.   Zur Textauswahl

Die Frühen Schriften enthalten alle Texte Albrecht Fabris, die vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs gedruckt worden sind. Es handelt sich um einen poetischen Text von 1930 und neunzehn essayistische Texte, die im Zeitraum von 1933 bis 1940 in Zeitungen und Zeitschriften erschienen. Dabei lässt sich eine gewisse Abfolge der Publikationsorte erkennen. Nach einzelnen Texten im Aufriss, dem Organ der ‚Rheinischen Gruppe‘, und in Harro Schulze-Boysens gegner konnte Fabri von Anfang 1934 bis Anfang 1935 vier Texte in der Kölnischen Zeitung unterbringen. 1934 erschienen auch zwei Beiträge in der von Karl Rauch herausgegebenen Wochenzeitung Das deutsche Wort, wie die Literarische Welt seit dem Frühjahr dieses Jahres hieß, sowie ein weiterer in dem ebenfalls von Karl Rauch herausgegebenen Buchhandelsorgan Der Bücherwurm. Auf einen einzelnen Text in der von der Reichsschrifttumskammer getragenen Zeitschrift Das Innere Reich folgten 1936/37 drei Beiträge in Hermann Rinns Deutscher Zeitschrift und ab Frühjahr 1937 sieben Aufsätze im katholischen Hochland.

Parallel arbeitete Fabri für den Rundfunk, 1934 für den Westdeutschen und dann bis 1938 für den Bayrischen Rundfunk. Da sich keine Textzeugnisse von Fabris mehrjähriger Tätigkeit für den Rundfunk erhalten haben, kann diese Seite seines öffentlichen Wirkens nicht dokumentiert werden.1 In der Werag, wie Westdeutschlands illustrierte Heimat- und Funkzeitschrift im Haupttitel hieß, finden sich im Jahrgang 1934 Ankündigungen von Sendungen Fabris über Zauberbräuche primitiver Völker (27.2.), Sintflutsagen (12.3.) und Altdeutsche Zauber-...

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