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Studien zur österreichischen Literatur: Von Nestroy bis Ransmayr

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Gabriella Rovagnati

Der Band bietet Studien zu repräsentativen Autoren aus 150 Jahren österreichischer Literaturgeschichte. Er beginnt mit Beiträgen zu Theaterstücken des 1801 in Wien geborenen Dramatikers Johann Nestroy und behandelt u.a. spezifische Probleme der Übertragung der Volksstücke des Österreichers ins Italienische. Enthalten sind auch Studien zu Hugo von Hofmannsthal, Rainer Maria Rilke, Stefan Zweig, Franz Werfel, Elias Canetti, Thomas Bernhard, Franz Innerhofer bis hin zu den frühen Prosawerken Christoph Ransmayrs. Alle Aufsätze sind komparatistisch angelegt und thematisieren unter anderem die Rezeption der behandelten Schriftsteller in Italien. Der Band erörtert darüber hinaus Fragen der Theatergeschichte und enthält unveröffentlichtes Quellenmaterial.
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Es begann mit Joseph Fouché: Lavinia Mazzucchetti und die italienische Version der Welt von gestern. Mit unveröffentlichten Quellen

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Dies unser gespanntes, dramatisch überraschungsreiches Leben zu bezeugen, scheint mir Pflicht, denn […] jeder war Zeuge dieser ungeheuren Verwandlungen, jeder war genötigt Zeuge zu sein.

(Stefan Zweig: Die Welt von gestern)

Wenn von Stefan Zweig die Rede ist, wird immer wieder betont, daß er in den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts einer der meistgelesenen Autoren der Welt war. Viel von seinem Ruhm im Ausland verdankte er natürlich – und er war sich dessen durchaus bewußt – seinen Übersetzern, die vor allem in den Ländern, wo die deutsche Sprache und Literatur nur wenig verbreitet war, einen entscheidenden Beitrag zu seinem Erfolg leisteten.

In Italien schenkte in jenen Jahren nur eine sehr kleine Elite ihre Aufmerksamkeit den Neuerscheinungen der Literaturen jenseits der Alpen; um so mehr muß man die Verdienste derer unterstreichen, die diese kulturelle Barriere überwanden und bestimmten Autoren zu einer breiten Leserschaft verhalfen. Zu den so begünstigten Schriftstellern gehörte ohne Zweifel auch Stefan Zweig. Das erste seiner Werke, das in Italien eingeführt wurde, war der Novellenzyklus Amok (1922), der 1930 bei dem Mailänder Verlag Sperling & Kupfer in der Übersetzung von Enrico Rocca herauskam1, mit dem Zweig auch eine persönliche Freundschaft verband.2

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