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Studien zur österreichischen Literatur: Von Nestroy bis Ransmayr

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Gabriella Rovagnati

Der Band bietet Studien zu repräsentativen Autoren aus 150 Jahren österreichischer Literaturgeschichte. Er beginnt mit Beiträgen zu Theaterstücken des 1801 in Wien geborenen Dramatikers Johann Nestroy und behandelt u.a. spezifische Probleme der Übertragung der Volksstücke des Österreichers ins Italienische. Enthalten sind auch Studien zu Hugo von Hofmannsthal, Rainer Maria Rilke, Stefan Zweig, Franz Werfel, Elias Canetti, Thomas Bernhard, Franz Innerhofer bis hin zu den frühen Prosawerken Christoph Ransmayrs. Alle Aufsätze sind komparatistisch angelegt und thematisieren unter anderem die Rezeption der behandelten Schriftsteller in Italien. Der Band erörtert darüber hinaus Fragen der Theatergeschichte und enthält unveröffentlichtes Quellenmaterial.
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Vorwort

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„Ich will meine Werke auch sammeln und h’rausgeben. Es hat mich zwar, wie sonst wohl zu geschehen pflegt, kein Mensch drum gebeten, und ich weiß besser als irgendein geneigter Leser, wie wenig dran verloren wäre wenn meine Werke so unbekannt blieben als ich selbst bin […].“1 Diese Worte des Dichters Matthias Claudius sind auch geeignet, mein Vorhaben zu beschreiben.

In diesem Band sind Aufsätze versammelt, die im Laufe der Jahre aus verschiedenen Anlässen entstanden sind. Manche waren gleich ursprünglich auf Deutsch erschienen, von anderen gab es eine frühere italienische Fassung, wieder andere erscheinen hier zum erstenmal.

Die italienischen Arbeiten sind von mir ‚verdeutscht‘ worden. Bewußt vermeide ich in diesem Zusammenhang das Wort ‚übersetzen‘, denn sie sind einer beträchtlichen Umformulierung unterzogen worden, teils um inhaltliche Wiederholungen zu vermeiden, teils um der rhetorischen Redundanz zu entgehen, die das Italienische aus Gründen der sprachlichen Eleganz fordert, die auf Deutsch jedoch ‚gestelzt‘ klingen könnte, teils auch weil die Vorlage geändert oder ergänzt worden ist.2 Auf eine systematische inhaltliche oder bibliographische Aktualisierung ist jedoch verzichtet worden.

Der Leitfaden, der die Aufsätze vereint, ist die Herkunft der behandelten Schriftsteller aus dem ehemaligen habsburgischen Raum oder dem ihm nachfolgenden Österreich der Nachkriegszeit. Die Studien sind chronologisch geordnet und betreffen eine Zeitspanne von etwa anderthalb Jahrhunderten: von Johann Nestroy, der 1801 zur Welt kam, bis zu Christoph Ransmayr, der 1954 geboren wurde. Nicht jedem Schriftsteller ist ein gleich...

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