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Ad-hoc-Publizität von Zwischenschritten

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Tobias Kallmaier

Dieses Buch behandelt die Ad-hoc-Publizität von Zwischenschritten. Der Autor gibt Emittenten Anhaltspunkte, ab wann sie mit einer Veröffentlichungspflicht rechnen müssen. Emittenten wird ferner ein Weg aufgezeigt, wie sie mit der Veröffentlichungspflicht im Fall schützenswerter Interessen umgehen können. Das Buch zeigt auf, dass auch künftige Ereignisse konkrete veröffentlichungspflichtige Tatsachen sein können. Dazu ist eine überwiegende Eintrittswahrscheinlichkeit erforderlich. Für die Kursrelevanz bedarf es hingegen keiner überwiegenden Wahrscheinlichkeit. Es ist lediglich eine abgesenkte Mindestwahrscheinlichkeit notwendig. Die gefundenen Ergebnisse werden anhand mehrerer praxisrelevanter Beispiele angewandt.
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K. Anwendung auf Kapitalmaßnahmen

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Ein weiteres relevantes Problemfeld in der Praxis, bei dem sich die Frage nach dem Zeitpunkt einer möglichen Ad-hoc-Veröffentlichung stellt, sind Kapitalmaßnahmen des Emittenten. Auch dabei handelt es sich um mehrstufige Entscheidungsprozesse, da eine Vorbereitung über längere Zeit erforderlich ist und die Realisierung der Kapitalerhöhung typischerweise von mehreren Entscheidungen über den Projektvorgang abhängt996.

Kapitalmaßnahmen wirken sich unmittelbar auf die Finanzierungsgrundlage des Unternehmens aus, indem im Regelfall die Eigenkapitalbasis gestärkt wird. Die Mittelherkunft ist in der Realität, im Gegensatz zu der sogenannten Irrelevanztheorie997, für den Finanzmarkt nicht unbeachtlich998. Die potentiellen Anknüpfungspunkte, an die sich mögliche Kursveränderungen anknüpfen können, sind vielmehr vielfältig. So können Kapitalmaßnahmen Steuereffekte hervorrufen oder die Höhe der langfristigen Finanzierungskosten verändern, was jeweils eine andere Bewertung des Emittenten durch die Anleger rechtfertigen könnte999. Zudem könnte die Wahl zwischen Fremd- und Eigenkapitalfinanzierung auch eine Aussage der Geschäftsführung enthalten, wie sie die eigene Bewertung des Unternehmens am Kapitalmarkt empfindet1000. Damit wird ersichtlich, dass Veränderungen in der Finanzierungsstruktur zu den fundamentalen Daten eines Unternehmens gehören, denen ein rational agierender Anleger Aufmerksamkeit schenken wird1001.

I. Kapitalerhöhungen

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