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Der Blinde sucht das Licht: Die Auswahl des Sachverständigen durch den Richter im Strafverfahren

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Christina Hund

Die Autorin untersucht die Problematik der fehlenden fachspezifischen Sachkunde des Richters im Rahmen der Sachverständigenauswahl im Strafprozess. Mangelndes Fachwissen der Richterschaft und fehlende gesetzliche Bestimmungen lassen die Praxis der Gutachterauswahl willkürlich wirken und führen dazu, dass immer wieder ungeeignete Sachverständige zum Verfahren hinzugezogen werden. Der Band zeigt verschiedenartige Lösungsansätze für die dargestellten Schwierigkeiten auf und nimmt hierbei besonders auf den öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen Bezug.
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Kapitel 3 – Sachverständigenauswahl in der Praxis

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Das Ergebnis der obigen Ausführungen macht deutlich, dass es zum einen an gesetzlichen Regelungen fehlt, die die Sachverständigenauswahl verbindlich regeln. Daher ist die Gefahr, dass es in diesem Bereich zu willkürlichem Vorgehen kommt, besonders groß. Zum anderen wurde festgestellt, dass der Richter aufgrund eigener mangelnder Sachkunde allein nicht in der Lage ist, den richtigen Sachverständigen für den Prozess auszuwählen, und er daher in diesem Bereich auf Hilfsmittel angewiesen ist. Diese sind in Ansätzen vorhanden, können in ihrer Ausgestaltung aber nur als unzulänglich bezeichnet werden. Wie die Sachverständigenauswahl in der Praxis unter diesen Gegebenheiten durchgeführt wird, soll nun ausgeführt werden.

I.  Die „Hausgutachter“

Es ist zu beobachten, dass die Gerichte bei Fragen die im Gerichtsverfahren häufig Relevanz erlangen, wie solche hinsichtlich der Schuldfähigkeit, immer wieder dieselben Gutachter zu den Verfahren heranziehen – die „Hausgutachter“.377

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