Show Less
Restricted access

Der Effekt staatlicher Anreize auf die Qualität und den Versorgungsumfang innovativer Arzneimittel

Eine Analyse unterschiedlicher Innovationsförderungen und staatlicher Regulierungen unter der Möglichkeit internationaler Preisdiskriminierung

Series:

Karsten Rohlf

Das Buch untersucht die Auswirkungen von staatlichen Regulierungs- und Umverteilungsmaßnahmen auf Versorgungsumfang und Qualität innovativer Arzneimittel. Der Autor analysiert dies mittels einer Monopolmarktbetrachtung und erklärt die Interaktion von Staaten spieltheoretisch: Im Gegensatz zu Zulassungskostenerstattungen sowie Arzneimittelkonsumsubventionen können Forschungs- und Entwicklungskostenzuschüsse die Arzneimittelqualität steigern. Die Einführung einer Bürgerversicherung wirkt sich negativ auf die Arzneimittelqualität und die Wohlfahrt gesetzlich Versicherter aus. Der staatliche Spielraum zur Preissetzung sinkt mit zunehmender Bevölkerung und aus ungleichen Bevölkerungsstrukturen resultieren differenzierte Preise, während Referenzpreisesetzungen ineffizient sind und die Arzneimittelqualität senken.
Show Summary Details
Restricted access

4 Forschungsfragen und Methodik

Extract



4.1 Forschungsfragen

Die in den vorangehenden Abschnitten aufgeworfenen Forschungsfragen werden im folgenden Abschnitt zur Übersicht strukturiert zusammengefasst. Anschließend werden die festgehaltenen Modellanforderungen wiederholt. Zuletzt wird die aus Forschungsfragen und Anforderungen resultierende Methodik zur Beantwortung der Forschungsfragen abgeleitet und in die Literatur eingeordnet.

Sloan und Hsieh (2008, S. 233–237) argumentieren unter Hinweis auf Grenzkosten und Grenzerträge, dass Pull- und Push-Anreize zur Förderung der Erforschung, Entwicklung und Markteinführung von Arzneimitteln einander weder unterlegen noch überlegen sind. Hierauf wurde in Abschnitt 2.2.3 eingegangen. Andererseits stellen Vega-Jurado et al. (2008) fest, dass je nach Industrie unterschiedliche Faktoren für die Innovationsleistung maßgeblich sind. Bei diesen Untersuchungen, die ebenfalls im Abschnitt 2.2.3 behandelten wurden, wird die Arzneimittelqualität in der Regel nicht beachtet. Damit stellt sich im Hinblick auf die Spezifika des Arzneimittelmarktes die erste Forschungsfrage:

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.