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Möglichkeiten individueller Aufsichtsratsvergütungen in der deutschen Aktiengesellschaft

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Florian Krack

Das Buch nimmt sich dem Problem individueller Aufsichtsratsvergütungen an und erörtert die damit einhergehenden Detailprobleme. Dabei verfolgt der Autor neben einer ausführlichen Auseinandersetzung mit der Dogmatik des § 113 Abs. 1 AktG einen rechtsvergleichenden Ansatz mit der Vergütung der US-amerikanischen outside directors. Eine interdisziplinäre Arbeitsmethodik bezieht dabei Erkenntnisse aus den wirtschaftswissenschaftlichen und verhaltenspsychologischen Forschungsgebieten mit ein. Durch die Auseinandersetzung mit den Zuständigkeits- und Angemessenheitsfragen individueller Aufsichtsratsvergütungen kommt der Autor zu dem Ergebnis, dass qualifikationsbezogene Vergütungen für Aufsichtsratsmitglieder bereits heute zulässig sind.
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1. Teil Einleitung

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1. Teil  Einleitung

A. Ausgangspunkt

Das Verständnis von der Arbeit eines Aufsichtsrats entwickelt sich stetig weiter. Zwar liegt der Schwerpunkt öffentlicher Meinungsbildung noch immer auf dem Vorstand einer Gesellschaft. Insbesondere entfachen Vorstandsvergütungen immer wieder neue Diskussionen. Aber auch der Aufsichtsrat rückt langsam aber sicher in das Zentrum öffentlich geführter Debatten. Ein Grund dafür mag in der Erkenntnis liegen, dass mittlerweile auch die Verantwortung des Aufsichtsrats als Überwacher und Berater des Vorstands gesehen wird, wenn eine Gesellschaft in eine wirtschaftlich kritische Lage gerät. Dazu gehört es auch, dass die Verantwortung des Aufsichtsrats für eine sorgfältige Ausgestaltung der Vorstandsvergütung,1 eine ordentliche Kontrolle des Vorstandshandelns2 sowie die Besetzung der Vorstandsämter mit den „richtigen“ Personen3 zunehmend betont wird.

Die damit einhergehende Verantwortung des Aufsichtsrats wirft Fragen über den Aufsichtsrat selbst auf. Denn um dieser Verantwortung gerecht zu werden, bedarf es kompetenter Aufsichtsratsmitglieder.4 Insbesondere sollen unabhängige Aufsichtsratsmitglieder dem „Gruppendenken“5 entgegenwirken, damit die Kompetenz einzelner Mitglieder stärker in den Vordergrund tritt.6 Hierfür wird von anderer Seite zugleich auf das Vertrauen innerhalb der Aufsichtsratsgruppe hingewiesen, das durch Einzelkämpfer nicht gestört werden sollte.7

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