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Möglichkeiten individueller Aufsichtsratsvergütungen in der deutschen Aktiengesellschaft

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Florian Krack

Das Buch nimmt sich dem Problem individueller Aufsichtsratsvergütungen an und erörtert die damit einhergehenden Detailprobleme. Dabei verfolgt der Autor neben einer ausführlichen Auseinandersetzung mit der Dogmatik des § 113 Abs. 1 AktG einen rechtsvergleichenden Ansatz mit der Vergütung der US-amerikanischen outside directors. Eine interdisziplinäre Arbeitsmethodik bezieht dabei Erkenntnisse aus den wirtschaftswissenschaftlichen und verhaltenspsychologischen Forschungsgebieten mit ein. Durch die Auseinandersetzung mit den Zuständigkeits- und Angemessenheitsfragen individueller Aufsichtsratsvergütungen kommt der Autor zu dem Ergebnis, dass qualifikationsbezogene Vergütungen für Aufsichtsratsmitglieder bereits heute zulässig sind.
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2. Teil Die Vergütung der outside directors in der US-amerikanischen Public Corporation

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2.  Teil Die Vergütung der outside directors in der US-amerikanischen Public Corporation

A. Einleitung

Bisher diente das US-Gesellschaftsrecht dem deutschen Gesetzgeber und teilweise auch der Rechtsprechung hin und wieder als Vorlage136, sodass ein rechtsvergleichender Blick sinnvoll erscheint. Eine rechtsvergleichende Betrachtung muss sich nicht mehr ausschließlich an der englischen Mutterrechtsordnung orientieren, da sich das US-Recht von ihr losgelöst hat und eigene Wege beschreitet.137 Allerdings wird nach den Skandalen bei Enron und WorldCom138 in der Literatur die Frage aufgeworfen, ob das US-Gesellschaftsrecht tatsächlich ein besserer Weg ist, den das deutsche Recht zu beschreiten hat.139 Unter diesem Eindruck wird im Folgenden die Frage untersucht, nach welchen Maßstäben sich die Vergütung der outside directors in der public corporation140 in den USA bemisst und ob eine Vergütung anhand individueller Kriterien möglich, sowie sinnvoll ist. Im Mittelpunkt der Diskussion um die compensation steht dabei die Frage, wie professionell agierende directors am besten zur effektiven Aufgabenerledigung ermutigt werden können. Zur Beantwortung dieser Frage werden in der Literatur die Zusammenhänge zwischen einzelnen Faktoren und der Board-Aktivität untersucht. Die shareholders streben nach der Sicherheit, dass nur geeignete directors im board sitzen, um den Wert ihrer Beteiligungen zu maximieren.141 In diesem Zusammenhang wird auch der Begriff des professional board benutzt, welcher durch konsequente Aufgabenwahrnehmung und Managementunabhängigkeit definiert wird.142 Die Literatur fokussiert ihre Untersuchungen darauf, Anreize für die directors zu finden, welche sie zu einer effektiven Aufgabenerledigung verleiten,143...

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