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Beratung in der Weiterbildung als institutionelle Interaktion

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Tim Stanik

Die Studie bezieht Institutionen als pädagogische Organisationsformen und Beratungen als interaktive Prozesse systematisch aufeinander. Mit dem Ziel, die latenten Einflüsse der institutionellen Anbieter und die ihrer Träger auf Beratungen in der Weiterbildung zu rekonstruieren, werden Beratungen einer Volkshochschule und einer kommunalen Weiterbildungsberatungsstelle interaktionsanalytisch und ethnografisch untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass Weiterbildungsberatungen nicht nur eine inner- und außerinstitutionelle Lotsenfunktion übernehmen und von institutionellen Interessen geleitet werden, sondern auch maßgeblich vom institutionellen (Nicht-)Wissen und den Routinen der Beratenden abhängig sind.
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3 Modelle personenbezogener Beratung (in der Weiterbildung)

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3    Modelle personenbezogener Beratung (in der Weiterbildung)

Neben den im vorherigen Kapitel genannten Merkmalen von Beratung und den dargelegten Systematisierungen zur Eingrenzung des Untersuchungsgegenstandes wird im Folgenden ein weiterer Zugang zum Gesprächsformat ‚Beratung‘ aufgegriffen – dem nach Beratungsmodellen. Es lassen sich drei Modelltypen von Beratung unterscheiden, Phasen-, Strukturmodelle sowie ein Kontextmodell, wobei diese entweder auf empirischer oder auf theoretischer Genese beruhen. Insbesondere mit Hilfe der Phasen- und Strukturmodelle sollen Verläufe von Beratungen (idealtypisch) abgebildet werden, um alltägliche von professionellen Beratungen abzugrenzen (vgl. Thiel 2003, S. 74 f.). Außerdem sollen diese Modelle Beratenden präskriptives Handlungswissen für komplexe Probleme und Situationen in ihrer Praxis zur Verfügung stellen (vgl. Putz-Osterloh 1994, S. 86).

Ausgehend von einer kritischen Betrachtung, dass Phasenmodelle Beratungen unzulässig vereinfachen, Strukturmodelle keine handlungsleitende Anschauung mehr für die Beratungspraxis ermöglichen und beide Modelltypen nicht die anbieterinstitutionellen Kontexte einbeziehen, wird für die vorliegende Studie die Konsequenz gezogen, auf Komponenten basierte Modelle von Beratungen in der Weiterbildung zu entwickeln, die sowohl die Beratungsformate als auch die jeweiligen anbieterinstitutionellen Kontexte berücksichtigen.

3.1    Phasenmodelle

Grundstruktur des Beratungshandelns

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