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Beratung in der Weiterbildung als institutionelle Interaktion

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Tim Stanik

Die Studie bezieht Institutionen als pädagogische Organisationsformen und Beratungen als interaktive Prozesse systematisch aufeinander. Mit dem Ziel, die latenten Einflüsse der institutionellen Anbieter und die ihrer Träger auf Beratungen in der Weiterbildung zu rekonstruieren, werden Beratungen einer Volkshochschule und einer kommunalen Weiterbildungsberatungsstelle interaktionsanalytisch und ethnografisch untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass Weiterbildungsberatungen nicht nur eine inner- und außerinstitutionelle Lotsenfunktion übernehmen und von institutionellen Interessen geleitet werden, sondern auch maßgeblich vom institutionellen (Nicht-)Wissen und den Routinen der Beratenden abhängig sind.
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4 Forschungsstand, Differenzierung der Forschungsfrage und methodische Konsequenzen

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4    Forschungsstand, Differenzierung der Forschungsfrage und methodische Konsequenzen

Ausgehend von dem im vorherigen Kapitel vorgestellten Kontextmodell und der Entscheidung, Beratung vor dem Hintergrund ihrer jeweiligen anbieterinstitutionellen Kontexte zu untersuchen, stellt sich die Frage, inwiefern institutionelle Dimensionen von Beratungen in der Weiterbildung bereits empirisch nachgewiesen werden konnten. Zur Beantwortung dieser Frage werden gesprächsanalytische Studien herangezogen, die sowohl Weiterbildungsberatungen als auch Berufs(wahl)beratungen zu ihrem Gegenstand gemacht haben. Zudem wird auf Untersuchungen zurückgegriffen, die Beratungen aus anderen Bereichen erforscht haben, dies jedoch unter erwachsenenpädagogischer Perspektive taten.

Es werden die jeweiligen Fragestellungen, die Methodik und die zentralen Ergebnisse der Studien dargestellt. Aufgrund des Forschungsinteresses der eigenen Studie wird das Augenmerk auf die Frage gelegt, inwiefern die Dimensionen der anbieterinstitutionellen Kontexte in den Untersuchungen berücksichtigt worden sind. Da keine dieser Untersuchungen den Fokus auf diesen Aspekt gelegt hat, werden ergänzend weitere Studien hinzugezogen, die Beratungsgespräche abseits der Weiterbildung jedoch explizit als institutionelle Gesprächsformate erforscht haben (vgl. Tab. 3).

Tabelle 3:Gesprächsanalytische Untersuchungen von Beratungen



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