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Beratung in der Weiterbildung als institutionelle Interaktion

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Tim Stanik

Die Studie bezieht Institutionen als pädagogische Organisationsformen und Beratungen als interaktive Prozesse systematisch aufeinander. Mit dem Ziel, die latenten Einflüsse der institutionellen Anbieter und die ihrer Träger auf Beratungen in der Weiterbildung zu rekonstruieren, werden Beratungen einer Volkshochschule und einer kommunalen Weiterbildungsberatungsstelle interaktionsanalytisch und ethnografisch untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass Weiterbildungsberatungen nicht nur eine inner- und außerinstitutionelle Lotsenfunktion übernehmen und von institutionellen Interessen geleitet werden, sondern auch maßgeblich vom institutionellen (Nicht-)Wissen und den Routinen der Beratenden abhängig sind.
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8 Feldzugang, untersuchte Einrichtungen und Datenerhebung

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8    Feldzugang, untersuchte Einrichtungen und Datenerhebung

Eine zentrale Anforderung an qualitative Untersuchungen ist die Herstellung von „intersubjektiver Nachvollziehbarkeit des Forschungsprozesses“ (Steinke 2003, S. 324), die bereits die Zusammenstellung des Untersuchungssamples und die Dokumentation der Erhebungsmethoden sowie -kontexte berührt (vgl. ebd., S. 325). Um die institutionellen Dimensionen von Beratungen in der Weiterbildung zu rekon­struieren, sind verschiedene Forschungsdesigns und Samplingstrategien denkbar. So könnte in einer Einzelfallstudie das gesamte Beratungsangebot einer Einrichtung untersucht werden (z. B. Kurswahlberatungen, Kursleiterberatungen, Förderberatungen) oder aber ein Beratungsformat, das in unterschiedlichen Einrichtungen durchgeführt wird (z. B. Kurswahlberatungen von privaten, öffentlichen, kirchlichen und gewerkschaftlichen Weiterbildungseinrichtungen).

Für die vorliegende Studie wird eine dritte Variante gewählt: Ausgehend von der in Kapitel 2.3.2 getroffenen Differenzierung werden in einer Fallvergleichsstudie sowohl einrichtungsgebundene als auch einrichtungsübergreifenden Beratungen analysiert. Damit wird ein institutionsbezogener Zugang gewählt, bei dem – im Sinne eines „gegenstandsbezogenen Konzepts“ (Meinefeld 2003, S. 273) – impliziert ist, dass institutionelle Dimensionen von Beratungen sich anbieterspezifisch unterscheiden.

Bei den untersuchten Einrichtungen handelt es sich um eine großstädtische Volkshochschule und um eine kommunale Weiterbildungsberatungsstelle als Repräsentantinnen einrichtungsgebundener bzw. – übergreifender Beratungen.

8.1    Feldzugang

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