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Beratung in der Weiterbildung als institutionelle Interaktion

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Tim Stanik

Die Studie bezieht Institutionen als pädagogische Organisationsformen und Beratungen als interaktive Prozesse systematisch aufeinander. Mit dem Ziel, die latenten Einflüsse der institutionellen Anbieter und die ihrer Träger auf Beratungen in der Weiterbildung zu rekonstruieren, werden Beratungen einer Volkshochschule und einer kommunalen Weiterbildungsberatungsstelle interaktionsanalytisch und ethnografisch untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass Weiterbildungsberatungen nicht nur eine inner- und außerinstitutionelle Lotsenfunktion übernehmen und von institutionellen Interessen geleitet werden, sondern auch maßgeblich vom institutionellen (Nicht-)Wissen und den Routinen der Beratenden abhängig sind.
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12 Forschungsbefunde, -perspektiven und vorläufige Konsequenzen für die Praxis

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12    Forschungsbefunde, -perspektiven und vorläufige Konsequenzen für die Praxis

Im Folgenden werden die Ergebnisse der empirischen Untersuchung zusammenfassend dargestellt. Hierzu werden a) die zentralen Forschungsbefunde der parameterbezogenen Analysen aufgegriffen, indem zunächst in enger Anlehnung an die ersten drei Parameter die institutionellen Interessen, die Einflüsse des Trägers auf die Beratungen und die Bedeutung von Personenkategorien für Beratungsroutinen der Beratenden dargestellt werden. Außerdem werden abstrahierend von den Parametern zwei Typen entwickelt, mit deren Hilfe sich Beratungen in der Weiterbildung als ‚inner- und fremdinstitutionelle guidance‘ und als ‚Spezialisten- und Expertenberatungen‘ differenzieren lassen.

Für alle Forschungsbefunde werden außerdem b) Forschungsperspektiven aufgezeigt und, wenn dies möglich ist, auch c) Konsequenzen für die Beratungspraxis gezogen. Im Hinblick auf die Empfehlungen für die Beratungspraxis bzw. für die Aus- und Fortbildung von Beratenden ist anzumerken, dass es sich um vorläufige Konsequenzen handelt. Es müssten weitere empirische Untersuchungen durchgeführt werden, um die vorliegenden Forschungsbefunde für andere Beratungseinrichtungen und -formate zu prüfen sowie gegebenenfalls auch quantifizierend an repräsentativen Stichproben zu verifizieren.

Der abschließend dargelegte Forschungsbefund umfasst ein komponentenbasiertes Modell von Beratung in der Weiterbildung und legt dessen potenziellen Nutzen wiederum sowohl für weitere empirische Untersuchungen als auch für Aus- und Fortbildungen von Beratenden dar.

12.1    Beratung und institutionelle Interessen

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