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Staatenlexikon Afrika

Geographie, Geschichte, Kultur, Politik und Wirtschaft. 2., aktualisierte und erweiterte Auflage

Edited By Wolfgang Gieler

Das Staatenlexikon Afrika bietet Hintergrundinformationen zur Geschichte und Gegenwart der unabhängigen afrikanischen Staatenwelt. Detaillierte Länderdarstellungen zeigen, welche Institutionen, Personen und Vorstellungen im Wechselspiel der Kräfte die Realität Afrikas prägen. Die Besonderheit des Lexikons besteht in der Analyse gegenwärtiger gesellschaftspolitischer und ökonomischer Entwicklungen als historisch bedingte Prozesse. Den Hintergrund für das Verständnis der aktuellen Situation afrikanischer Staaten bieten die Geschichte des Kontinents von der vorkolonialen Zeit bis zur Unabhängigkeit, die Entwicklung der Nord-Süd-Beziehungen im 20. Jahrhundert und die Beschreibung der unterschiedlichen Strategien der beteiligten politischen und sozialen Kräfte. Ein Grundlagenwerk für alle, die sich mit Afrika beschäftigen.
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Vorwort

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Das europäische Bild von Afrika hinsichtlich eigener Kenntnisse ist bis zur Gegenwart stark einseitig, zufällig, verzerrt. Neue Nachrichten und Informationen werden an diesem Bild gemessen, aufgenommen wird, was diesem Bild entspricht, bezweifelt, was ihm widerspricht.

Werden in der politikwissenschaftlichen Auseinandersetzung afrikanische Staaten und Regierungen überhaupt thematisiert, wird das Modell europäischer Nationalstaaten und parlamentarischer Demokratien zugrunde gelegt ohne Berücksichtigung eigener gewachsener politischer Strukturen.

In Anbetracht der Bedeutung der Globalisierung sowie aktuellen Flüchtlingsdebatte ist für den ein oder anderen überraschenderweise festzustellen: Die großen sozialwissenschaftlichen Disziplinen in Deutschland interessieren sich wenig für die außereuropäische Welt – und damit auch unseren Nachbarkontinent Afrika. Diese Ausblendung wird recht deutlich in den deutschsprachigen Politikwissenschaften, wo in den vergangenen Jahren zahlreiche der ohnehin wenigen Lehrstühle, die sich mit der außereuropäischen und außernordamerikanischen Welt beschäftigten, in solche für Europaforschung umgewandelt wurden – im Gegensatz zu den USA, wo die Regionalwissenschaften einen neuen Aufschwung erleben.

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