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Steuerliches Verrechnungspreis-Risikomanagement im internationalen Konzern

Analyse und Bewertung von Instrumenten zur Begegnung steuerlicher Verrechnungspreisrisiken

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Markus Schneider

Der Autor widmet sich Fragestellungen des Risikomanagements im Bereich der steuerlichen Verrechnungspreise. Angesichts der intensiven Prüfung von Verrechnungspreissachverhalten in Betriebsprüfungen sowie der im Rahmen des BEPS-Projekts der OECD kontrovers geführten Diskussionen zu Fragen der sachgerechten zwischenstaatlichen Gewinnabgrenzung ist dieses Thema von hoher praktischer Relevanz. Den Kern des Buches bilden Analyse und Bewertung von Instrumenten, die international tätige Konzerne einsetzen können, um Verrechnungspreisrisiken zu begegnen. Hierbei handelt es sich um ursachenbezogene Instrumente, die präventiv eingesetzt werden können, sowie wirkungsbezogene Instrumente, welche nach einer Beanstandung zur Anwendung kommen können.
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A. Einführung

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A.   Einführung

I.   Problemstellung

Die Finanz- und Wirtschaftskrise, welche im Jahr 2007 ihren Ausgang auf dem Markt für Hypothekenkredite in den USA nahm und sich schließlich zu einer weltweiten Rezession und anschließenden Schuldenkrise fortentwickelte, hat einmal mehr verdeutlicht, wie stark die Volkswirtschaften im 21. Jahrhundert miteinander verflochten sind.1 In diesem durch die Globalisierung der Märkte geprägten Umfeld gehen Unternehmen immer häufiger dazu über, bestimmte Funktionen der betrieblichen Wertschöpfung im Ausland auszuüben bzw. dort ausüben zu lassen. Hierfür sind das Steuerklima, die Infrastruktur, das Arbeitskräftepotential sowie die Nähe zum Absatzmarkt und zu Rohstoffen im Ausland ausschlaggebend.2 Die Ansiedlung von Wertschöpfungsprozessen im Ausland wird durch den Abbau von Handelsbeschränkungen, die modernen Kommunikationsmittel sowie die stetigen Verbesserungen auf dem Gebiet der Transportlogisitik zusätzlich begünstigt.

Was die rechtliche und wirtschaftliche Ausgestaltung des Engagements im Ausland anbelangt, stehen den Unternehmen eine Vielzahl an Alternativen zur Verfügung, welche von dem reinen Export von Waren bis hin zur Gründung einer eigenen Gesellschaft im Ausland reichen. Während der Export die bevorzugte Form des Auslandsengagements vorwiegend kleinerer Unternehmen darstellt, sind international tätige Konzerne3 mit eigenen Gesellschaften im Ausland vertreten. Die Konzernstruktur ist dabei häufig dergestalt organisiert, dass einzelne Gesellschaften – etwa als Vertriebs, Produktions- oder Dienstleistungsgesellschaft – klar abgegrenzte Aufgaben im Konzern wahrnehmen. Die Gesamtwertschöpfung eines internationalen Konzerns ergibt sich damit als Summe der Leistungsbeiträge der einzelnen...

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