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Steuerliches Verrechnungspreis-Risikomanagement im internationalen Konzern

Analyse und Bewertung von Instrumenten zur Begegnung steuerlicher Verrechnungspreisrisiken

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Markus Schneider

Der Autor widmet sich Fragestellungen des Risikomanagements im Bereich der steuerlichen Verrechnungspreise. Angesichts der intensiven Prüfung von Verrechnungspreissachverhalten in Betriebsprüfungen sowie der im Rahmen des BEPS-Projekts der OECD kontrovers geführten Diskussionen zu Fragen der sachgerechten zwischenstaatlichen Gewinnabgrenzung ist dieses Thema von hoher praktischer Relevanz. Den Kern des Buches bilden Analyse und Bewertung von Instrumenten, die international tätige Konzerne einsetzen können, um Verrechnungspreisrisiken zu begegnen. Hierbei handelt es sich um ursachenbezogene Instrumente, die präventiv eingesetzt werden können, sowie wirkungsbezogene Instrumente, welche nach einer Beanstandung zur Anwendung kommen können.
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F. Ergebnis und Ausblick

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F.   Ergebnis und Ausblick

Der Gegenstand der vorliegenden Arbeit ist eine Auseinandersetzung mit den vielfältigen steuerlichen Verrechnungspreisrisiken, denen international tätige Konzerne im Rahmen der Entfaltung ihrer grenzüberschreitenden Aktivitäten ausgesetzt sind, sowie den Instrumenten, die zur Verfügung stehen, um diesen Risiken zu begegnen. Es wurde gezeigt, dass das steuerliche Verrechnungspreisrisikomanagement sich als Prozess vollzieht, der in den allgemeinen betrieblichen Risikomanagementprozess eingebettet ist und den Prozessschritten der Identifikation, Bewertung und Steuerung der Risiken folgt. Auch wenn das deutsche Aktien- und Handelsrecht gegenwärtig keine Verpflichtung zur Einrichtung eines umfassenden Risikomanagementsystems vorsieht, ist es für international tätige Konzerne angesichts des Umfangs und der Vielfalt der grenzüberschreitenden Austauschprozesse faktisch unerlässlich, ein betriebliches Risikomanagementsystem einzurichten, das neben den operativen Risiken auch die steuerlichen – und damit die verrechnungspreisbezogenen Risiken – zum Gegenstand hat.

Den Kern des steuerlichen Verrechnungspreisrisikomanagementprozesses bildet die Steuerung der Verrechnungspreisrisiken. Sie erfolgt durch den Einsatz von Instrumenten des Verrechnungspreisrisikomanagements. Es existiert ein ausgeprägtes Instrumentarium, das dazu geeignet ist, steuerlichen Verrechnungspreisrisiken zu begegnen. Das steuerliche Instrumentarium lässt sich in ursachenbezogene und wirkungsbezogene Instrumente einteilen. Ursachenbezogene Instrumente werden präventiv, d. h. vor dem Zeitpunkt der Verrechnungspreisermittlung angewandt. Wirkungsbezogene Instrumente werden in Fällen eingesetzt, in denen die Risiken sich bereits materialisiert haben, d. h. sie werden reaktiv eingesetzt.

Dabei sind nicht sämtliche Instrumente längst dazu geeignet, den vielfältigen steuerlichen Verrechnungspreisrisiken wirksam zu begegnen. Aus diesem Grund ist es erforderlich, die ursachen-...

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