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Entwicklungsmöglichkeiten nichtärztlicher Gesundheitsberufe

Im Kontext des demografischen Wandels unter Beachtung ökonomischer Aspekte

Rainer Thiele

Der Autor diskutiert die Herausforderungen durch den demografischen Wandel, welche das Gesundheitssystem und die Gesellschaft meistern müssen. Das Gesundheits- und Pflegesystem sieht sich mit einer steigenden Anzahl von Erkrankungen von Menschen über 60 Jahren konfrontiert. Durch die Einführung neuer medizinischer Versorgungskonzepte und das Freisetzen von Arztkapazitäten durch Delegation und Übernahme ärztlicher Tätigkeiten von neuen, akademisierten Gesundheitsberufen kann dieser Entwicklung begegnet werden. Zusätzliche Lösungsansätze finden sich auch im Einsatz kostensparender ökonomischer Hebel wie der Balanced Score Card und der Verzahnung von ambulanter und stationärer Behandlung zur Effektivitäts- und Effizienzsteigerung.
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I Zusammenfassung

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IZusammenfassung

Der demografische Wandel der nächsten Jahrzehnte in Deutschland wird eine Herausforderung für den Gesundheits- und Pflegebereich sein. Dieser Herausforderung, die sich bereits in einem erhöhten Patientenaufkommen bemerkbar macht, wird man mit neuen Strukturen begegnen müssen. Die Quantität des Arbeitsumfanges wird sich insgesamt stark erhöhen und die Qualität soll gehalten, wenn möglich verbessert werden. Die Fallzahlen der chronischen Erkrankungen und der Multimorbidität werden zunehmen. Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems, des Muskel- und Skelettapparates sowie psychische Erkrankungen werden bei der Versorgung älterer Menschen dominieren. Welche Funktion die nichtärztlichen Gesundheitsberufe angesichts dieser Entwicklung einnehmen können, soll in dieser Arbeit dargestellt werden. Dabei wird die Notwendigkeit zur Weiterentwicklung nichtärztlicher Berufsgruppen deutlich werden. Anhand einer Analyse der Ist-Situation und der Prognose des zukünftigen Bedarfs wird der effektive Einsatz dieser Berufsgruppen in der Gesundheits- und Pflegeversorgung der Zukunft herausgearbeitet. Es wird gezeigt, welche alternativen Versorgungsmodelle es bereits gibt und welche davon ausbaufähig sind. Damit einhergehend werden ökonomische Aspekte des Einsatzes nichtärztlicher Gesundheitsberufe betrachtet. In diesem Zusammenhang werden verschiedene Thesen zum Fachkräftemangel, zur Steigerung der Qualität sowie neue Versorgungskonzepte, wie das Medizinische Versorgungszentrum, vorgestellt.

Es wird gezeigt, dass die Herausforderungen nur durch geeignete Lösungen bei der Versorgung von Kranken und Pflegebedürftigen bewältigt werden können, vor allem durch Prävention und Annäherung an eine „Gesundheitsmedizin“. Entscheidende Faktoren dieser Lösungsansätze werden die Entwicklung neuer Gesundheitsberufe und eine andere Rollenverteilung zwischen den medizinischen...

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