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Franchising als wettbewerbs- und verbraucherrechtliche Regelungsaufgabe in Europa und Südafrika

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Birgit Schmeyer

Gegenstand dieses Buches sind die wettbewerbs- und verbraucherrechtlichen Aspekte des Franchisings in Europa und Südafrika. Neben einem ausführlichen Vergleich der Wettbewerbsordnungen Südafrikas und der Europäischen Union beleuchtet die Autorin detailliert eine Vielzahl von vertikalen Wettbewerbsbeschränkungen in Franchisevereinbarungen. Dabei geht sie insbesondere auf die Auswirkungen der Rechtsprechungsänderung im U.S. Antitrust Law bezüglich Mindestpreisbindungen näher ein. Ihr weiterer Fokus liegt auf der kritischen Betrachtung des neuen südafrikanischen Verbraucherschutzgesetzes, das zu einer Gleichstellung des Franchisenehmers mit einem Verbraucher geführt hat.
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Kapitel 1 Herkunft und Entwicklung des Franchisings und des Wettbewerbsrechts

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In der modernen Wohlstandsgesellschaft wächst die Nachfrage nach Dienstleistungen und Waren, die nur in einem Gesamtpaket angeboten werden. Die Nachfrage richtet sich weniger auf Angebote, als vielmehr auf Systemangebote. Franchising hat sich als eines der wichtigsten Instrumente herausgebildet, diese Nachfrage zu erfüllen.1 Daher ist es nicht verwunderlich, dass Franchising international in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen ist.2 Auch die Weltwirtschaftskrise konnte diesem Trend nichts anhaben.3

Die Europäische Union ist einer der wichtigsten Handelspartner von Südafrika. Aber auch umgekehrt ist Südafrika als Handelspartner für EU-Länder interessant. Südafrika ist ein aufstrebendes Land und bietet den größten Markt südlich der Sahara. Es wird nicht zu Unrecht auch als Tor zu Afrika bezeichnet.4 Wirtschaftlich ist Südafrika schwer einzuordnen. Es wird zwar als Schwellenland und Land mittleren Einkommens bezeichnet,5 unterscheidet sich jedoch von anderen Ländern dieser Gruppe und weist Elemente einer modernen Wirtschaft auf. Südafrika hat zwei Gesichter. Auf der einen Seite stehen eine zu weiten Teilen gut entwickelte Marktwirtschaft sowie eine reiche Minderheit mit einem Lebensstandard vergleichbar dem in Industrienationen. Die öffentliche Infrastruktur des Landes ist in vielen Bereichen gut ausgebaut und entwickelt. Die Börse gehört zu den zehn größten weltweit. Auf der anderen Seite profitiert der Großteil der Bevölkerung noch nicht von diesem Wohlstand. Die Einkommensungleichheit ist etwa doppelt so hoch wie in den meisten OECD-Mitgliedsstaaten.6 Die Arbeitslosigkeit in den schwarzen Townships ist ← 1 | 2 → noch wesentlich höher als...

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