Show Less
Restricted access

Die Anwendung der Umsatzsteuerorganschaft im nationalen Recht

Entwicklung, Voraussetzungen, Wirkungen und Bedeutung

Eike-Johannes Hoff

Thema dieses Buches ist die Umsatzsteuerorganschaft, die als ein Relikt der Bruttoallphasenumsatzsteuer heute nur der Verwaltungsvereinfachung dienen soll. Die steigende Zahl an höchstrichterlichen Entscheidungen zu ihrer Anwendung deutet jedoch schon an, dass sie mehr als nur eine Verwaltungsvereinfachung für die Betroffenen bereithält. Der Autor analysiert anhand der systematischen Stellung und der historischen Entwicklung die heutige Anwendung der Umsatzsteuerorganschaft im nationalen Recht. Ziel der Analyse ist, die einzelnen Merkmale mit einem konsistenten Definitionsinhalt zu versehen, auch vor dem Hintergrund der MwStSystRL. Hieraus lassen sich schließlich ihre Bedeutungen ableiten, insbesondere auch im Rahmen eines Insolvenzverfahrens.
Show Summary Details
Restricted access

Kapitel 3: Entwicklung der Organschaft im Umsatzsteuerrecht

Extract



A.  Entwicklung der Umsatzsteuerorganschaft

Die nationale Umsatzbesteuerung ist heute entscheidend durch den Harmonisierungsauftrag des Art. 113 AEUV geprägt, wonach durch die Vereinheitlichung der indirekten Steuern die Ziele der steuerlichen Wettbewerbsgleichheit und die Stärkung wirtschaftlicher Grundfreiheiten erreicht werden sollen243.

Dogmatischer Ausgangspunkt der Organschaft ist dabei (aktuell) Art. 11 Abs. 1 MwStSystRL, nach dem es jedem Mitgliedstaat nach Konsultation des Mehrwertsteuerausschusses erlaubt ist, „in seinem Gebiet ansässige Personen, die zwar rechtlich unabhängig, aber durch gegenseitige finanzielle, wirtschaftliche und organisatorische Beziehungen eng miteinander verbunden sind, zusammen als einen Steuerpflichtigen [zu] behandeln“.

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.