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Zwischen Orten, Zeiten und Kulturen

Zum Transitorischen in der Literatur

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Jolanta Pacyniak and Anna Pastuszka

Im Mittelpunkt des Bandes stehen das vielfältige Konzept des Transitorischen und seine literarischen Ausgestaltungen. Die Beiträge beleuchten den etwas diffusen Begriff des Transitorischen anhand unterschiedlicher literarischer Werke, Motive, Themen und Topoi. Das dargestellte Spektrum der Forschungen reicht von den negativen Erfahrungen des Transits in der Exilliteratur über das Motiv der Reise, das Topos des homo viator, transitorische Orte und Zustände bis zu transitorischen Identitäten. Im Horizont einer «Poetik des Transitorischen» (Rüdiger Görner) entsteht aus fließenden Übergängen und Grenzen ein «Dazwischen». Zu dieser Poetik gehören u.a. die Erkenntnisse der Wandelbarkeit und Prozesshaftigkeit der scheinbar feststehenden Kategorien (Nation, Kultur, Geschlecht, Identität), die veränderte Raumwahrnehmung, die Aufwertung der Bewegung und die Versuche, das (post-)moderne Subjekt zu verorten.
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Monika Hernik-Młodzianowska - „Wozu war die Reise gut? Um hier zu sein!“ – zur Erfahrung des Transitorischen in Texten deutsch-polnischer Autoren

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Monika Hernik-Młodzianowska  (Uniwersytet Zielonogórski)

„Wozu war die Reise gut? Um hier zu sein!“ – zur Erfahrung des Transitorischen in Texten deutsch-polnischer Autoren

In Zeiten postmoderner Gesellschaften werden die Menschen immer häufiger zu Nomaden. Nicht nur die Grenzen zwischen den Ländern verschieben sich und verschwinden, auch die Biographien der Menschen variieren, so dass die Zugehörigkeit zu einer Gesellschaftsschicht, Nationalität, Alters- oder Berufsgruppe kaum noch einen typischen Lebenslauf determiniert. Immer häufiger spricht man heute davon, dass die frühere Normalbiographie durch die Bastel- oder Patchwork-Identität ersetzt wurde.1

In dem Beitrag wird es um die Frage des neuen Verständnisses von nationaler Identität, Nationszugehörigkeit und Stereotype im neuen vereinten Europa gehen, am Beispiel von Texten einiger Autoren, die selbst als Grenzgänger zwischen Nationen und Ländern gelten können. Die Frage nach diesem neuen Verständnis scheint heutzutage besonders wichtig zu sein, in Zeiten in denen Tausende von Flüchtlingen die Grenzen der europäischen Staaten stranden und häufig keinesfalls mit Verständnis und Hilfe rechnen können.

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