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Theologie auf der Suche nach «Lucidez»

Aspekte der Theologie von João Batista Libanio

Series:

Alexandre Pessoa Garcia

Das Buch behandelt die Theologie des brasilianischen Jesuiten und Fundamentaltheologen João Batista Libanio. Es bietet zunächst eine Präsentation seiner Bibliografie und Biografie. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei der Bedeutung seiner Heimat in Brasilien, Minas Gerais. Aus einer überwiegend fundamentaltheologischen Sicht nimmt der Autor anschließend eine Einordnung der Theologie Libanios vor. Außerdem arbeitet er einen Leitfaden aus dessen Theologie heraus, den er im Zweiten Vatikanischen Konzil erkennt. Das Konzil nimmt er hinsichtlich der Charakterisierung und des Verständnisses der theologischen Meinung Libanios unter die Lupe.
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Schlusswort

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Bis jetzt habe ich in der Dissertation verschiedene Aspekte der Theologie Libanios dargestellt, die sich auf die Suche nach „Lucidez“ beziehen. Nun möchte ich weder eine „Zusammenfassung“ noch einen „Ausblick“ geben. Ebenso soll dieses „Schlusswort“ nicht als „Thesenform“ gelesen werden. Nach längerem Nachdenken lässt sich behaupten: Das Schreiben einer Dissertation über einen bestimmten Autor wird eine Beziehung: eine Beziehung zwischen einem Menschen – in dem Fall mir – und den Texten und Anschauungen dieses Autors – in dem Fall denjenigen Libanios. Die Beziehung erweitert sich auf andere theoretische Werkzeuge, die dabei helfen, diesem Autor näher zu kommen; nicht zuletzt entsteht auch eine Beziehung mit dem Professor, der die Dissertation betreut – in dem Fall mit Wolfgang Klausnitzer. Wegen dieser Beziehung oder dieser Beziehungen sind neue Beziehungen entstanden und auch viele andere Beziehungen entweder weniger intensiv geworden oder wurden schon in ihrem Entstehungsprozess genau wegen des Studiums und der Forschung verhindert. Nach einer intensiven Zeit des Studiums der theologischen Meinung Libanios, also nach der entstandenen und gepflegten Beziehung, werde ich hier einiges davon darstellen, was mir an Libanio bzw. meiner gesamten Forschung von Bedeutung erscheint.

Dazu fällt mir das Wort „Aneignung“ ein. In einem Wörterbuch für Deutsch als Fremdsprache, das ich oft benutze, stehen vom Verb „sich aneignen“ zwei Bedeutungen oder Nuancen: Die erste ist „etwas an sich nehmen, das einem nicht gehört“1269, und die zweite „etwas durch Lernen, Üben erwerben“1270. In den „Überlegungen zum Wort ‚Lucidez‘“ und in den drei...

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