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Sprachförderungspolitik Deutschlands, Großbritanniens und Chinas im Vergleich

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Wenting Sheng

Im Buch wird die Arbeit der deutschen, britischen und chinesischen Auswärtigen Kulturpolitik bzw. Sprachförderungspolitik in Bezug auf deren Durchführungsinstitutionen – das Goethe-Institut, den British Council und das Konfuzius-Institut – verglichen und analysiert. Die Autorin vermittelt einen Einblick in die Verbreitung der deutschen, englischen und chinesischen Sprache unter der Berücksichtigung der politisch-linguistischen Blöcke Deutschlands, Großbritanniens und Chinas.
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9. Zusammenfassung und Ausblick

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9.  Zusammenfassung und Ausblick

In dieser Dissertation wird die Arbeit der deutschen, britischen und chinesischen Auswärtigen Kulturpolitik in Bezug auf deren Durchführungsinstitutionen, das Goethe-Institut, den British Council und das Konfuzius-Institut, verglichen und analysiert.

Nach der Auffassung von Nye gibt es harte und weiche Macht (siehe Kap. 2.1) in der Außenpolitik eines Landes und diese lassen sich zusammen koordinieren. Die Ressourcen zum Produzieren weicher Macht eines Landes in der internationalen Politik bestehen hauptsächlich aus seinen kulturellen Werten, seinen politischen Werten und der Umgangsweise mit anderen Ländern.

Zur Ausübung weicher Macht ist Auswärtige Kulturpolitik die Hauptform. In der Auswärtigen Kulturpolitik Deutschlands, Großbritanniens und Chinas können vier von den sechs zielorientierten Typologien nach Düwell (siehe Kap. 2.1) benannt werden: Alle drei Institute arbeiten offiziell nach dem Prinzip der Kulturellen Selbstinterpretation, d.h. dass der Kulturaustausch bei der Umsetzung der Auswärtigen Kulturpolitik an erster Stelle steht. Die Kulturgüter Deutschlands, Großbritanniens und Chinas sind bei Ausländern hoch angesehen, so dass dies einen Anreiz zum Sprachenlernen darstellt. Man könnte das auch als Kulturelle Ausstrahlung bezeichnen. Für das Goethe-Institut und den British Council spielt der Typus Kultur und Entwicklung eine wichtige Rolle für die Zusammenarbeit mit den Entwicklungsländern. Aufgrund unterschiedlicher Ideologien und des kulturellen Hintergrunds wird die Arbeit des KIs in westlichen Ländern oft als Kulturpropaganda verstanden und kritisiert.

Zur Analyse der kulturpolitischen Motive dient die Theorie des utilitaristischen Neorealismus...

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