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Die Typologisierbarkeit von Städtereformation und die Stadt Riga als Beispiel

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Martin Pabst

Wie definieren sich Städtereformationstypen? Der Autor stellt die «Typus-Angebote», die die Forschung bisher zur Unterteilung benannt hat, grundsätzlich in Frage und entwickelt eine eigene klassifikatorische Methode der Typologisierung. Er beleuchtet dabei umfassend die Faktoren, die dem reformatorischen Geschehen in einer Stadt ihre besondere Prägung geben konnten. Das Ergebnis ist ein Katalog von 89 Fragen zu Rahmenbedingungen, Ereignissen und Formen der Reformation in einer Stadt. Welche neuen Perspektiven und Erkenntnisse die neue Analysemethode bringen kann, zeigt die praktische Anwendung im zweiten Teil des Buchs. Am Beispiel Rigas zeichnet der Autor ein konkretes – und vergleichbares – Profil des reformatorischen Geschehens der Stadt.
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Kreuzen gegen den Sturm der Zeit: Europa denken! Einheit durch Verschiedenheit. Gegen Einheit aus Verschiedenheit (Bazon Brock)

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Bazon Brock

Kreuzen gegen den Sturm der Zeit: Europa denken! Einheit durch Verschiedenheit. Gegen Einheit aus Verschiedenheit1

Einleitend möchte ich zur Darstellung der konstitutiven Selbstverpflichtung von Michael Fischer einen weiteren Aspekt beitragen. Es ist die selbstverständliche Annahme, dass wir in gleicher Weise mit den Toten reden wie mit den Lebenden. Das geht allein aus der Bearbeitung von Literatur hervor, denn die meisten Autoren, auf die wir uns beziehen, repräsentieren längst das Reich der Toten. Ich habe das mit Fischer sehr eingehend erörtert.

Die Frage ist ja, auf welche Weise wir die Realpräsenz der Toten in unseren Dialogen unter Lebenden erfahren. Der Dialog ist in Wahrheit ein Trialog, also ausgerichtet auf einen Adressaten. Erst diese Adressaten, das Publikum, die Öffentlichkeit, vermitteln den Dialog, indem sie ihm Intention geben. Die Relation zwischen Zweien kann nur in der Öffentlichkeit und für die Öffentlichkeit geführt werden. Beide Dialogpartner verpflichten sich auf die Ernsthaftigkeit ihrer Haltungen, indem sie diese Haltungen der Öffentlichkeit gegenüber demonstrieren. Der wunderbare Gadamer hat uns immer wieder in Erinnerung gerufen, dass die Griechen etwa unter dem Begriff des Schönen das fassten, womit man sich in der Öffentlichkeit sehen lassen kann. Hässlich ist das, was im Verborgenen bleibt, also das Licht der Öffentlichkeit scheut.

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