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Zur individuell-subjektiven Prägung der Bedeutung am Beispiel ausgewählter Ess- und Trinkwaren

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Jolanta Mazurkiewicz-Sokolowska

Die Autorin greift die These des Hauptvertreters der Kognitiven Grammatik, Ronald Langackers über «die Bedeutung als Konzeptualisierung» auf. Die empirische Studie zeigt die Vielfalt und Verschiedenheit der Konzeptualisierungs- und Bedeutungsinhalte, die die ProbandInnen mit alltäglichen Ausdrücken verbinden und bietet einen Einblick in «die mentalen Welten» einzelner Menschen. Die introspektiv-intersubjektive Methode erlaubt es, die Domänen auszusondern, die im Laufe der Konzeptualisierungs- und Bedeutungsbildungsprozesse eröffneten mentalen Räume nachzuvollziehen sowie die repräsentationale und prozessuale Seite der Bedeutung mit zu beleuchten.
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4. Ausgewählte Ausdrücke aus der Domäne der [Ess- und Trinkwaren] als Impulse zum Einblick in die mentalen Welten – eine empirische Studie

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4.1 Personen

An der Untersuchung nehmen 20 ProbandInnen teil. Es sind StudentInnen des Germanistikstudiums des zweiten Grades im Institut für Germanistik der Philologischen Fakultät der Universität Szczecin. Die ProbandInnen sind also polnische MuttersprachlerInnen mit der Kenntnis der deutschen Sprache.

4.2 Ziele

Das Ziel der Untersuchung ist es, der prozessualen Seite der Konzepte, Konzeptualisierungen, Ausdrücke, Bedeutungen anhand der als Beispiel ausgewählten alltäglichen Ausdrücke aus der Domäne der [Ess- und Trinkwaren] nachzugehen. Geprüft wird zunächst welche Domänen die Ausdrücke aktivieren, welche mentale Räume sich dabei eröffnen, welche Inhalte konzeptualisiert werden und ob und wie sie emotional geprägt sind. Anhand dieser Informationen wird auf die bei den ProbandInnen abgelaufenen, vermeintlichen, Konzeptualisierungsprozesse eingegangen, um vor diesem Hintergrund einen Einblick in die Ausschnitte ihrer mentalen Welten zu gewinnen, diese zu rekonstruieren, und Schlüsse über die die Konzeptualisierungsprozesse steuernden Mechanismen zu ziehen. Dabei wird angestrebt, der individuellen und subjektiven Prägung der Sprache und der Sprachprozesse nachzugehen und diese näher zu beleuchten.

Ein Nebenziel, das sich im Verlauf der Datenanalyse herauskristallisierte, bildet die Aufstellung der Taxonomien bestimmter Domänen und der Konzeptualisierungen aus der Domäne der [Ess- und Trinkwaren]. Die Erstellung der Domänen- und Konzeptualisierungstaxonomien erlaubt es – anders als bei der Rekonstruktion individueller Konzeptualisierungsprozesse bei der Verarbeitung einzelner Ausdrücke – die Konzeptualisierungsprozesse aufzugreifen, die bei der Erfassung eines globalen Materials zustande kommen, und die von den ProbandInnen...

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