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Aufklärungspflicht und Schadensersatz wegen Aufklärungspflichtverletzung am Beispiel der Anlageberatung

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Felix Rödel

Der Autor beschäftigt sich mit der Aufklärungspflicht und dem Schadensersatz wegen Aufklärungspflichtverletzung bei der Anlageberatung. Nach der dogmatischen, vor allem schuldrechtlichen Einordnung der Aufklärungspflicht – besonders im Hinblick auf die Folgen bei Sekundäransprüchen – wird diese im Rahmen der Anlageberatung dargestellt. Der Schadensersatz wegen feststehender Aufklärungspflichtverletzung des Anlageberaters wird im Hinblick auf die zivil- und aufsichtsrechtlichen Pflichten der Bank bei der Erbringung der Anlageberatung besprochen. Das Buch gibt weiterhin einen Ausblick auf die mit dem Honoraranlageberatungsgesetz verbunden Änderungen sowie die europäische Entwicklung nach MiFID II.
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Erster Teil: Einleitung

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Die Aufklärungspflicht und der Schadensersatz wegen Aufklärungspflichtverletzung bei der Anlageberatung sind stets aufs Neue ein aktuelles Thema, dem in dieser Arbeit dogmatisch nachgegangen wird.

Vor allem nach der Insolvenz der US-amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers Inc. mit Hauptsitz in New York infolge der Finanzkrise am 15. September 2008 wird in der Presse immer wieder die Frage nach Inhalt und Umfang der Aufklärungspflichten gestellt, die für jeden Bankkunden, sei er selbst Unternehmer oder Privatperson, relevant ist. Die Insolvenz der amerikanischen Muttergesellschaft schädigte bekanntlich auch deutsche Anleger, die Zertifikate der niederländischen Tochtergesellschaft, der Lehman Brothers Treasury Co. B.V., erworben hatten. Neben der Anmeldung ihrer Forderungen zur Insolvenztabelle in den USA und den Niederlanden erhoben diverse Anleger Klage gegen ihre Kreditinstitute wegen fehlerhafter Anlageberatung.

Anlässlich der Finanzkrise haben sich die internationalen Standards im Bereich des Anlegerschutzes deutlich erhöht. Finanzdienstleister stehen einer großen Welle von neuen Regulierungen gegenüber, die sehr stark im Fluss und noch nicht abschließend abgegrenzt sind. Dabei haben die Finanzinstitute sowohl die nationalen Entwicklungen und auch die internationalen Regulierungstrends zu berücksichtigen.

Der Anlegerschutz wird auf nationaler Ebene insbesondere durch die zivilrechtlichen Aufklärungspflichten, die durch die umfassende Rechtsprechung des BGH geprägt sind, gewahrt. Im Rahmen des Aufsichtsrechts ist der Abschnitt 6 des WpHG mit den Verhaltens-, Organisations- und Transparenzpflichten von besonderem Interesse. Neuerungen ergaben sich durch das Honoraranlageberatungsgesetz, dessen maßgebliche Vorschriften zum August 2014 in Abschnitt 6 des WpHG umgesetzt...

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