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Vom Ich erzählen

Identitätsnarrative in der Literatur des 20. Jahrhunderts

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Heribert Tommek and Christian Steltz

Narrative des Ich und des Selbst sind für die bürgerliche Kultur konstitutiv. Dieser Band beleuchtet, wie das Ich seit Rimbauds Fanal «Je est un autre» destruiert wurde. Nietzsches «Tod Gottes» entthronte das Ich. Ernst Mach erklärte es für «unrettbar», da er es auf seine einzelnen Elemente zurückführte, während Freud das Ich schließlich nach seinen Funktionen im psychischen Apparat zerlegte. Mit der Ich-Auflösung vollzog sich eine fundamentale metaphysische Krise. Die Beiträge zeigen, wie sich diese Auflösung als Katalysator für eine dynamisierte Modernisierung der Künste erwies. Denn paradoxerweise steht die Destruktion des Ich für eine neue, autonome Subjektkonstitution in der Literatur des 20. Jahrhunderts.
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Katharina Boehm - ‚I am everyone‘: Kollektiv und Ich-Narrativ in Salman Rushdies Midnight’s Children und The Moor’s Last Sigh

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Katharina Boehm

‚I am everyone‘: Kollektiv und Ich-Narrativ in Salman Rushdies Midnight’s Children und The Moor’s Last Sigh

In einem einflussreichen Essay hat der amerikanische Literkaturkritiker Fredric Jameson die These aufgestellt, dass alle Literaturen postkolonialer und Dritter-Welt-Staaten eine politische Dimension, nämlich die der nationalen Allegorie, besitzen:

Third-world texts, even those which are seemingly private and invested with a properly libidinal dynamic necessarily project a political dimension in the form of national allegory: the story of the private individual destiny is always an allegory of the embattled situation of the public third-world culture and society.1

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