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Bildungsstandards Geschichte

Bestandsanalyse, Standardkonzeption und Aufgabenentwicklung für das Fach Geschichte am Gymnasium unter besonderer Berücksichtigung der Orientierungskompetenz und des Werteverständnisses

Martin Sachse-Weinert

Dieses Buch entwickelt auf Basis internationaler Diskussionen im Bereich der schulischen Pädagogik Standards für den gymnasialen Geschichtsunterricht. Nach den PISA-Studien besteht weiterhin die Notwendigkeit einer fachlichen Weiterentwicklung und der Implementierung nachhaltiger Standards in Bildung und Kompetenzorientierung. Mit Hilfe aktueller pädagogischer Theorien und der Auswertung gegenwärtiger Trends der Schulforschung werden Konzepte, Kompetenzen und Standards für das Fach Geschichte evaluiert. Dabei wertet der Autor zahlreiche nationale und internationale Beispiele empirischer Bildungsforschung aus, um eine enge Kombination von Theorie und Praxis in der Entwicklung von Bildungsstandards zu ermöglichen.
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6. Bildungspolitische Schwerpunktsetzungen in ausgewählten Staaten mit Bezug zu Standardsetzung und Kompetenzorientierung

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Nach diesem kurzen Überblick über Entwicklungen in einigen Fächern, in denen (bislang) keine Bildungsstandards der Kultusministerkonferenz vorliegen, erscheint es zielführend, die nationalen Grenzen zu überschreiten und einen Blick auch in weitere, ausgewählte Staaten bzw. auf deren Bildungssystem und -politik zu werfen, auch hier jeweils unter der Perspektive, die sich aus unserer spezifischen Aufgabenstellung ergibt und die für unsere Intentionen hilfreich ist. Dies ist umso wichtiger, als – wie bereits dargelegt – die Entwicklung und Implementierung von Bildungsstandards und deren zugrunde liegenden Konzepten vor allem im außerdeutschen, insbesondere im angelsächsischen Raum erfolgte.687

Dabei bietet sich freilich ein den deutschen Verhältnissen vergleichbares Bild: Nicht einmal innerhalb Europas bzw. innerhalb hier existierender Organisationen war und ist es möglich, konkrete Aussagen zu Zielen und Maßnahmen einer grenzüberschreitenden und allgemein anerkannten Bildungspolitik zu machen, die über bloße Absichtserklärungen hinausgehen. Dies konstatiert beispielsweise auch JAVIER MANUEL VALLE, der für einige internationale Organisationen (wie die UNESCO und die OEI) vergleichende Studien zu internationalen Bildungsaspekten erstellte; er kommt zu dem Schluss: „It is true that the European Union has no competence regarding education matters. Education is an issue in which each member state has the power to decide and to pass laws.”688 ← 299 | 300 →

VALLE hebt zugleich aber in seinem Abriss über die gesamteuropäische Bildungspolitik auch die Bedeutung entsprechender Absichtserklärungen hervor, die nun einen europäischen Anspruch konkretisieren und demzufolge immer spezifischer und verbindlicher werden:

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