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Ethik in Freiheit

Zur Grundlegung politischen Denkens bei Karl Jaspers

Paul R. Tarmann

Der Autor zeigt auf, dass die Idee der Freiheit für Karl Jaspers die Grundlage seines politischen Denkens und seiner politischen Ethik darstellt. Jaspers beschreibt, dass der Mensch aus Freiheit und Verantwortung heraus handeln soll, wobei die Motivatoren dafür Vernunft und Liebe seien. So kann der unbedingten Forderung entsprochen werden. Auch in der Politik soll diese Maxime umgesetzt werden. Dementsprechend ist Ethik in Freiheit die Grundlegung von Jaspers’ politischem Denken.
«Der Autor hat uns mit diesem Buch Karl Jaspers und seine Idee der Freiheit neu nahe gebracht. Möge es viele Früchte der Freiheit tragen und verbreiten!»
O. Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. Manfried Welan (Universität für Bodenkultur Wien)
«Der Aufgabe, eine politische Ethik bei Jaspers zu rekonstruieren, hat sich Paul R. Tarmann in vorbildlicher Weise unterzogen.»
O. Univ.-Prof. Dr. Norbert Leser † (Universität Wien)
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3. Karl Jaspers’ Leben und Denken

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3.  Karl Jaspers’ Leben und Denken

3.1  Das Freiheitsideal in Karl Jaspers’ Leben

Dieses Kapitel soll überblicksartig auf die wichtigsten Stationen von Jaspers’ Leben hinweisen. Es wird weder ein Anspruch auf Vollständigkeit noch auf die Darstellung von bisher Unbekanntem erhoben. Dennoch ist das hier Geschriebene von nicht zu unterschätzender Wichtigkeit, wie der folgende Gedanke unterstreicht: Existenzphilosophen wie Sartre, Marcel, Camus und auch Jaspers betonten dem Jaspers-Forscher Kurt Salamun zufolge, dass ihr Philosophieren „auf das engste“ mit ihrer persönlichen Lebenspraxis zusammenhänge und dass „ihre Philosophie deswegen nur aus diesem Kontext heraus verstehbar sei“127. Dazu passt auch, was Hans-Georg Gadamer (1900–2002) anlässlich eines Symposiums zum 100. Geburtstag von Karl Jaspers im Jahre 1983 über diesen meint:

„Wenn man Jaspers als Philosophen würdigen will, so gilt es als Erstes, sich der erstaunlichen Unabhängigkeit und Kühnheit seines philosophischen Werdeganges bewusst zu werden. Jaspers selbst war ein ungeheurer Leser, der seine philosophischen und wissenschaftlichen Interessen nach allen Seiten ausarbeitete.“128

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