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Odysseen des Humanen

Antike, Judentum und Christentum in der deutschsprachigen Literatur- Festschrift für Prof. Dr. Maria Kłańska zum 65. Geburtstag

Katarzyna Jastal, Pawel Zarychta and Anna Dabrowska

Literatur war und ist ein Ort menschlicher Identitäts- und Wertefindung, an dem die Kontingenzen individueller und historischer Erfahrung in universale Kontinuitäten eingeschrieben werden. Sie ist auch ein Ort, an dem antike, jüdische und christliche Traditionsbestände durch ihre Fortsetzung und Neusemantisierung wieder aufleben und nicht selten zu Grundmustern individueller Sinnstiftung werden. Von dieser Grundbeobachtung ausgehend, begeben sich die Autorinnen und Autoren dieses Bandes auf die Suche nach solchen Kontinuitäten und Neusemantisierungen der antiken, jüdischen und christlichen Narrative in der älteren bis jüngsten deutschsprachigen Literatur. Sie rekurrieren auf die Forschungsinteressen von Prof. Dr. Maria Kłańska, der diese Publikation zum 65. Geburtstag gewidmet ist.
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„Bürgerkriegsprobe unter staatlicher Aufsicht“.Der 7. Oktober 1928 in Österreich, gesehen durch die Frankfurter Zeitung. A tribute to Soma Morgenstern

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Heinz LunzerWien

„Bürgerkriegsprobe unter staatlicher Aufsicht“.1 Der 7. Oktober 1928 in Österreich, gesehen durch die Frankfurter Zeitung. A tribute to Soma Morgenstern

1.  Gepflogenheiten einer Zeitung

Die Frankfurter Zeitung2 war ein konservatives Blatt – zumindest in formalen Angelegenheiten. Sie erschien in den 1920er Jahren in der Regel in drei überregionalen Ausgaben (nur sonntags und montags zwei) – Erstes und Zweites Morgenblatt sowie Abendblatt –, fast ohne Abbildungen, mit nüchternen Überschriften und mit streng getrennten inhaltlichen Bereichen, die jeweils eine eigene Redaktion verantwortete: Die mächtigste und größte war die politische; ihr Bereich im Blatt wurde allerdings als der „allgemeine Teil“ bezeichnet. Darunter stand das Feuilleton samt kleineren kulturellen Meldungen: auf Seite 1, getrennt durch einen Strich, der sich fortsetzte, soweit die Kulturberichte reichten, oft bis auf Seite 2, gelegentlich auch auf Seite 3.3 Es folgten die Spalten der Wirtschaftsredaktion (das Frankfurter Handelsblatt), des Sports (nicht täglich) und verschiedene andere Beilagen und die Annoncen.4

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