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Odysseen des Humanen

Antike, Judentum und Christentum in der deutschsprachigen Literatur- Festschrift für Prof. Dr. Maria Kłańska zum 65. Geburtstag

Katarzyna Jastal, Pawel Zarychta and Anna Dabrowska

Literatur war und ist ein Ort menschlicher Identitäts- und Wertefindung, an dem die Kontingenzen individueller und historischer Erfahrung in universale Kontinuitäten eingeschrieben werden. Sie ist auch ein Ort, an dem antike, jüdische und christliche Traditionsbestände durch ihre Fortsetzung und Neusemantisierung wieder aufleben und nicht selten zu Grundmustern individueller Sinnstiftung werden. Von dieser Grundbeobachtung ausgehend, begeben sich die Autorinnen und Autoren dieses Bandes auf die Suche nach solchen Kontinuitäten und Neusemantisierungen der antiken, jüdischen und christlichen Narrative in der älteren bis jüngsten deutschsprachigen Literatur. Sie rekurrieren auf die Forschungsinteressen von Prof. Dr. Maria Kłańska, der diese Publikation zum 65. Geburtstag gewidmet ist.
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Griechisches Echo? Gedichte von Margarete Hannsmann

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Sie hat zahlreiche Gedichtbände, Hörspiele und Prosa-Arbeiten veröffentlicht, mit Reisebildern und (auto-)biographischen Schriften wiederholt Aufmerksamkeit erregt, und sie hat für ihr literarisches Werk gewichtige Auszeichnungen bekommen; aber in erster Linie war sie, auch in ihrem Selbstverständnis, die Weggefährtin bedeutender Männer: Margarete Hannsmann (1921–2007), geboren in Heidenheim, engagiert sich nach dem frühen Tod ihres Mannes, des Journalisten und Verlegers Heinrich Hannsmann, in der Anti-Atomkraft- und in der Friedensbewegung und publiziert ab den 1960er Jahren Lyrik und Prosa. Gemeinsam mit dem Schriftsteller Johannes Poethen (1928–2001) unternimmt sie mehrfach Reisen nach Griechenland, ab 1967 lebt sie zusammen mit dem Holzschneider HAP Grieshaber (1909–1981), irgendwann in den 1970er Jahren schließlich ist der Beginn ihrer Freundschaft mit dem DDR-Autor Franz Fühmann (1922–1984) anzusetzen. – Über die griechische Mythologie, aber auch über die Militärdiktatur, die „Junta“, die Griechenland von 1967 bis 1974 beherrscht hat, diskutiert Margarete Hannsmann in allen diesen Jahren außerordentlich intensiv sowohl mit Poethen wie auch mit Grieshaber und Fühmann; und so ist es denn auch nicht verwunderlich, dass einer ihrer Gedichtbände, Wo der Strand am Himmel endet (1990), mit dem Untertitel Griechisches Echo herauskommt, in einer zweisprachigen Ausgabe der Edition Eisvogel im Alkyon-Verlag, griechisch und deutsch.1 Hauptsächlich von diesem Buch soll im Folgenden die Rede sein.

Zuvor jedoch noch einige Daten und Anmerkungen zur Autorin. 1976 erhält Margarete Hannsmann den Schubart-Literaturpreis der Stadt Aalen, 1980 den Literaturpreis der Stadt...

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