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Forschungsethik in der Fremdsprachenforschung

Eine systemische Betrachtung

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Britta Viebrock

Auch in der Fremdsprachenforschung hat sich Forschungsethik zu einem wichtigen Thema entwickelt. Dabei geht es mit der Berücksichtigung einer systemischen Perspektive um weit mehr als die Beachtung von Regeln guter wissenschaftlicher Praxis. Wie sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Kontext ihrer Arbeit, aber auch darüber hinaus verhalten sollen, welche ethischen Implikationen methodologische Entscheidungen haben können, was die Auswirkungen einer zunehmenden Formalisierung forschungsethischer Fragen sind und weitere Aspekte werden in diesem Band systematisch und umfassend aufgearbeitet. Die Darstellung beinhaltet theoretische Grundlagen, praktische Anwendungsbezüge, eine Übersicht über formale Regelwerke sowie empirische Ergebnisse einer Befragung von Nachwuchsforschenden in der Disziplin und deren kritische Reflexion.
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Vorwort

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Im modernen Wissenschaftsbetrieb und den üblicherweise darin gültigen Währungen ‚Drittmittelquote‘, ‚Publikationsleistungen‘ und ‚Öffentlichkeitswirksamkeit‘ scheint nur noch selten Platz für genuin interessengeleitete Forschung, eine gewisse Entschleunigung des wissenschaftlichen Arbeitens und unverhoffte Entdeckungen. Das vorliegende Werk fällt glücklicherweise in diese Kategorie. Das Thema Forschungsethik ergab sich aufgrund von Erfahrungen im Forschungsfeld gleichsam als Ableger meiner Doktorarbeit und begleitet mich bereits seit zehn Jahren. In dieser Zeit hat es sich in drei Aufsätzen materialisiert, die jeweils einzelne Aspekte beleuchten und hervorheben. Auch stand es als Projekt in zahlreichen Verhandlungspapieren für meine berufliche Zukunft. Dennoch musste die Fertigstellung einer umfassenderen und systematischen Monographie bis zu meinem ersten offiziellen Forschungssemester warten – und auch da war sie von beruflichen Ablenkungen aller Art bedroht und musste mit familiären Verpflichtungen in Einklang gebracht werden. Die vorherigen inoffiziellen „Forschungssemester“ unmittelbar im Anschluss an die Geburten meiner Kinder waren mit Blick auf ein größeres Publikationsprojekt nur bedingt produktiv. Wie es grundsätzlich um die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Professorinnen und Professoren der Fremdsprachendidaktik bestellt ist, habe ich an anderer Stelle erörtert. Für mich persönlich ist es ein fortwährendes Ringen um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, das ich mir häufiger als mir lieb ist mit einem schlechten Gewissen gegenüber beiden Bereichen erkaufe. Umso schöner ist es, wenn nicht nur die Kinder größer und selbstständiger werden, sondern auch umfangreichere Manuskripte zu einem guten Ende geführt werden können. Das vorliegende...

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