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Akten des XIII. Internationalen Germanistenkongresses Shanghai 2015 – Germanistik zwischen Tradition und Innovation

Band 1 – Eröffnung, Ansprachen, Festreden, Berichte, Protokolle

Series:

Jianhua Zhu, Jin Zhao and Michael Szurawitzki

Der vorliegende Band eröffnet die Dokumentation des XIII. Kongresses der Internationalen Vereinigung für Germanistik (IVG), der vom 23.–30.8.2015 an der Tongji-Universität Shanghai stattfand. Er dokumentiert die Eröffnungsreden und Grußworte, die Berichte der unterschiedlichen Gremien der IVG, das Protokoll der Voll- und Wahlversammlung der Mitglieder, die Verleihung des Grimm-Preises des DAAD sowie die Präsentation des chinesisch-deutschen Projekts «Literaturstraße».
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3. Laudatio auf den Preisträger Professor Dr. Paulo Astor Soethe

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Man kann sich kaum einen geeigneteren und würdigeren Preisträger für den diesjährigen Jakob und Wilhelm Grimm-Preis vorstellen als Paulo Astor Soethe, den ebenso gebildeten wie international orientierten und vernetzten brasilianischen Germanisten aus Curitiba. Prof. Soethe lässt sich ohne Übertreibung als ein Repräsentant jenes interkulturellen Universums bezeichnen, das Brasilien heißt. Er verkörpert in seiner Person als Forscher, Lehrer und Wissenschaftspolitiker jene Doppelheit von Traditionsbewusstheit und innovativer tätiger Haltung, die ganz der Gegenwart gehört. Wenn Hans Georg Gadamer zu Recht betont hat, dass es keine Zukunft ohne Herkunft gibt, so kann man dies an der Person und den Verdiensten von Paulo Soethe ablesen. Er vertritt – um auf die Namensgeber dieses Preises: die Brüder Grimm (mit ihrer Sammelleidenschaft und ihrem enzyklopädischen Sprach- und Sprachgeschichtsbewusstsein) anzuspielen – ein gleichermaßen konservatives wie revolutionäres Lebens- und Arbeitskonzept.

In Curitiba (Südbrasilien) geboren, studierte Paulo Astor Soethe an der dortigen Bundesuniversität von Parana (UFPR) Germanistik und wurde 1999 mit einer Arbeit über Thomas Manns Der Zauberberg und Joao Guimaraes Rosas Grande Sertao an der Universität von Sao Paulo (der berühmten USP) promoviert. Hier hatte ich das Glück, ihn als einen herausragenden Studenten während meiner damaligen Gastprofessur kennenzulernen. Während der Promotionszeit war Prof. Soethe mit einem Stipendium des DAAD und dem brasilianischen CAPES zu einem einjährigen Forschungsaufenthalt an der Universität Tübingen zu Gast, und von 2005–2006 forschte er als Alexander von...

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