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Mentale Fitness im Tennis

Sportpsychologische Grundlagen und Übungen für den Freizeit- und Leistungssport. 2., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage

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Martin K. W. Schweer

Die Bedeutung mentaler Faktoren im Sport gilt als unbestritten; das Schlagwort «Mentale Fitness» findet insbesondere im (Hoch-)Leistungs-, aber auch im Freizeitsport zunehmend Verwendung. Dieses Werk richtet sich an alle aktiven Tennisspielerinnen und Tennisspieler, die ihre mentale Fitness verbessern wollen – egal, auf welchem Leistungsniveau sie Tennis spielen. Die wesentlichen Aspekte werden anschaulich und praxisnah auf den Punkt gebracht. Diese Neuauflage enthält zudem viele praktische Übungen zur Steigerung der individuellen mentalen Fitness. Das Werk basiert auf den Ergebnissen wissenschaftlicher empirischer Forschung und langjähriger Erfahrungen des Autors in der sportpsychologischen Beratung von Tennisspielerinnen und Tennisspielern aus dem Nachwuchs- und professionellen Bereich.
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5. Probleme in Zusammenhang mit spezifischen Matchsituationen

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5. Probleme in Zusammenhang mit spezifischen Matchsituationen

Bislang haben wir uns mit mentalen Problemen vor dem Hintergrund der Herausbildung eines spezifischen Spielertyps beschäftigt. Ein solcher Spielertyp ist das Ergebnis eines langfristigen Lernprozesses mit einer Vielzahl von leistungsrelevanten Erfahrungen. Wir alle wissen, dass sich mentale Probleme im Tennis gerade auch im Zuge ganz spezifischer Matchsituationen zeigen. Die Art und Weise, wie ein Athlet mit diesen Situationen umgeht, ist nun einerseits das Ergebnis eines solchen Lernprozesses, andererseits wird ein destruktiver Umgang mit diesen Situationen mentale Defizite verstärken, während ein schrittweise positiverer Umgang zu Verbesserungen hinsichtlich der psychischen Stärke führen wird.

Also: Es gibt eine Reihe von typischen Situationen im Verlauf eines Matches, bei denen sich gewissermaßen „die Spreu vom Weizen trennt“, die also aus mentaler Sicht besondere Anforderungen an den Athleten stellen. Psychologisch lässt sich das Geschehen wie folgt beschreiben: Beim Auftreten einer bestimmten Matchsituation wird im Kopf des Athleten quasi ein inneres Drehbuch aktiviert, d.h. er „weiß“ im Grunde genommen bereits, wie sich diese Situation weiter entwickeln wird, obwohl er sich gerade erst am Beginn des Situationsverlaufes befindet.

In diesem Beispiel wird also ohne größeres Überlegen ein bestimmtes Drehbuch aktiviert, es wird eine entsprechende Bewältigungsstrategie abgerufen, die sich in der Vergangenheit als erfolgreich erwiesen hat. Insofern wird diese Situation von dem Akteur auch nicht als problematisch erlebt, weil er ja weiß, wie er sich in dieser Situation zielführend zu verhalten hat. Diese Situation wird also...

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