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Alterskonzepte und Altersrollen im erzählerischen Werk Theodor Fontanes

Elke Trost

Mit Bezug auf den zeitgenössischen Altersdiskurs untersucht die Autorin Fontanes Darstellung von Alter in den Romanen «Cécile», «Effi Briest», «Der Stechlin», «Frau Jenny Treibel», «Irrungen, Wirrungen» und «Mathilde Möhring». Mit den Methoden der kognitiven und pragmatischen Literaturwissenschaft macht die Figurenanalyse das Alter als soziale Konstruktion sichtbar. Die Interaktion von Autorenstrategie und Leserwahrnehmung ist dabei von besonderer Bedeutung. Das Selbstverständnis der Alten, ihr Verhältnis zu Tradition und Moderne, ihre Beziehung zur jungen Generation und ihre Auseinandersetzung mit Krankheit und Tod bilden die inhaltlichen Schwerpunkte. Die Analyse der Kategorie Alter ermöglicht eine neue Sicht auf die Romane und auf bisher wissenschaftlich weniger diskutierte Figuren.
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2. Alter in der Literatur – Forschungsansätze

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2.  Alter in der Literatur – Forschungsansätze

Abstract

This chapter reviews recent German literary studies on the presentation of age in German literature in the 18th, 19th and 20th century and analyses different approaches to the understanding of age.

In der Literatur wird der Wandel erst langsam sichtbar. Der alte Mensch rückt mehr in den Fokus, je mehr Alter eine eigenständige Lebensphase wird, die es noch bewusst zu gestalten gilt, die neue Erfahrungen und neue Lebensformen jenseits der 60 als durchaus realistische Vorhaben möglich macht. In der Vergangenheit wurden dem Alter enger gefasste Rollenmodelle zugewiesen, deren Überschreitung von der jüngeren Generation oft mit Zurückweisung, Hohn oder auch offener Aggression geahndet wurde.

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