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Alterskonzepte und Altersrollen im erzählerischen Werk Theodor Fontanes

Elke Trost

Mit Bezug auf den zeitgenössischen Altersdiskurs untersucht die Autorin Fontanes Darstellung von Alter in den Romanen «Cécile», «Effi Briest», «Der Stechlin», «Frau Jenny Treibel», «Irrungen, Wirrungen» und «Mathilde Möhring». Mit den Methoden der kognitiven und pragmatischen Literaturwissenschaft macht die Figurenanalyse das Alter als soziale Konstruktion sichtbar. Die Interaktion von Autorenstrategie und Leserwahrnehmung ist dabei von besonderer Bedeutung. Das Selbstverständnis der Alten, ihr Verhältnis zu Tradition und Moderne, ihre Beziehung zur jungen Generation und ihre Auseinandersetzung mit Krankheit und Tod bilden die inhaltlichen Schwerpunkte. Die Analyse der Kategorie Alter ermöglicht eine neue Sicht auf die Romane und auf bisher wissenschaftlich weniger diskutierte Figuren.
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3. Methodische Standortbestimmung

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3.  Methodische Standortbestimmung

Abstract

The study bases on the scientific approaches of cognitive and pragmatic literary sciences. They understand a text as the result of the author’s strategies to influence the reader’s perceptions and of the reader’s abilities of decoding the author’s strategies. The study focuses on the analysis of the literary characters.

Eine literaturwissenschaftliche Arbeit kann nicht an einer methodischen und wissenschaftstheoretischen Vorentscheidung vorbeigehen. Die Literaturwissenschaft sieht sich in der Konkurrenz zu kulturwissenschaftlichen Fragestellungen, die das einzelne Werk weniger in seiner ästhetischen Gestaltung sehen, vielmehr im Kontext seiner soziokulturellen Entstehungsbedingungen. Will die Literaturwissenschaft nicht in eine unbedeutende Nische abdriften, muss sie sich den Herausforderungen durch die Kulturwissenschaften stellen und ihre fachspezifische Bedeutung aufzeigen. Literaturwissenschaft sieht das einzelne Werk gerade nicht als bloße Illustration einer Theorie, vielmehr geht es ihr wesentlich um die Analyse der Gestaltungsstrategien (discours/Diskurs), die der Autor verwendet, um den potentiellen Leser auf seine inhaltlichen Intentionen auszurichten. Der literaturwissenschaftlichen Analyse geht es darum, diesen Zusammenhang von Gestaltungsstrategien und der inhaltlichen Abläufe einer Handlung (histoire/Geschichte) zu beschreiben.

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